Abschied von Peter Beil - mit Luftballons

Dieses Bild hätte Peter Beil gefallen: An seiner letzten Ruhestätte auf dem Altonaer Friedhof ließen 300 Trauergäste bunte Luftballons für ihren gestorbenen Freund in den blauen Frühlingshimmel steigen.

Dieses Bild hätte Peter Beil gefallen: An seiner letzten Ruhestätte auf dem Altonaer Friedhof ließen 300 Trauergäste bunte Luftballons für ihren gestorbenen Freund in den blauen Frühlingshimmel steigen. Dazu erklang das Ostpreußenlied, natürlich auf der Trompete geblasen. "Die Ballons sollen unseren fröhlichen, stets positiven Peter dort grüßen, wo er jetzt ist", sagte ein Vertrauter der Familie. "Im Himmel."

Zuvor gedachten in einer ergreifenden Trauerfeier Familienmitglieder und enge Freunde in der überfüllten Friedhofskapelle des im Alter von 69 Jahren gestorbenen Musikers, Sängers, Entertainers und Trompeters Peter Beil. "Er hat sich nie beklagt, auch nicht bei unserem Herrgott. Und er hat gekämpft bis zum Schluss", sagte Pastor Frank-Michael Wessel von der Langenhorner Eirene-Gemeinde. Doch der Lungenkrebs, diagnostiziert im April des vergangenen Jahres, war stärker. Peter Beil starb am Freitag, den 13. April. Bei ihm waren seine Frau Angelika und seine Tochter Caroline (40).

Die TV-Moderatorin nutzte ihre Ansprache, um sich bei den Ärzten ihres Vaters zu bedanken, und fand persönliche Worte für ihren "Fesi", wie sie Peter Beil liebevoll nannte. "Er war einer der lebenslustigsten Menschen, die ich kenne. Er hat mir vorgelebt, in allen Dingen etwas Gutes zu sehen", sagte Caroline Beil, die von Schauspieler Pete Dwojak (22) begleitet wurde.

Die Trauerfeier stand ganz im Zeichen der Musik, die für den Hamburger Herzensangelegenheit war. 1958, nachdem er eine kaufmännische Lehre absolviert hatte, durfte er klassische Trompete studieren, wurde in Peter Frankenfelds Sendung "Toi, toi, toi" entdeckt. Neben dem schwarzen Sarg, auf dem die legendäre goldene Trompete Beils lag, stand ein Flügel, und die Mitglieder seiner ersten Band Crazy Combo spielten einige seiner großen Hits wie "Hello, Mary Lou" und "Corinna, Corinna".

Unter Tränen sprach Showmaster Dieter Thomas Heck, ein Freund des Toten seit den 50er-Jahren, zu der Trauergemeinde: "Was ich an Peter so bewunderte, war sein Lächeln. Damit teilte er etwas mit, das andere Menschen nicht mit vielen Worten vermögen." Für seinen Freund sei das Glas stets halb voll gewesen, nie halb leer. Zuvor hatte Ilona Schulz-Baumgart, Frau des Musikers Klaus Baumgart, das Wort ergriffen. "Peter, du warst ein großartiger Freund. Wir werden dich vermissen."