Architekturbox: Designbüro und Segelklub

Die kunterbunte Architekturbox hat ein neues Zuhause: die historische Zollstation am Entenwerder Elbpark in Rothenburgsort.

Die kunterbunte Architekturbox hat ein neues Zuhause: die historische Zollstation am Entenwerder Elbpark in Rothenburgsort. Dort wird sie in Zukunft dem Hamburger Modemacher Thomas Friese (63) als Designbüro dienen. Der Chef der Modekette Thomas i Punkt hatte das Bauwerk aus Holz, Kunststoff, Metall und Glas im vergangenen Jahr ersteigert (wir berichteten). Während des Architektursommers war die skurrile Box Informationstreff und Blickfang an der Binnenalster gewesen. Nachdem sie auf der Buschmann-Werft am Peuter Elbdeich saniert worden war, wurde sie gestern mit dem historischen Hafenschlepper "Willi" quer über die Elbe geschleppt. Wegen Strömung und Niedrigwasser war das kein einfaches Manöver für Kapitän Andreas Bätjer (41), der gleichzeitg auch Besitzer des Pontons mit der Zollstation ist.

Thomas Friese (63) ist sein erster Mieter. Der sozial engagierte Modemacher will die Box jedoch nicht nur als Denk- und Designzelle nutzen. Weil er ein passionierter Segler ist, soll hier ein Segelklub für Kinder und Jugendliche aus der Umgebung eingerichtet werden. "Kontakte zum Mühlenberger Segelclub und zum Haus der Jugend sind bereits geknüpft", sagt der siebenfache Vater. "Um das Projekt wird sich meine Tochter Alexandra kümmern." Der Klub solle eine Alternative zu den Vereinen an der Alster sein.

Bezirksamtschef Markus Schreiber sieht in der Architekturbox nicht nur eine Aufwertung des Entenwerder Elbparks, sondern von ganz Rothenburgsort. "Thomas i Punkt macht jetzt den Anfang. Ich bin überzeugt, dass bald Gastronomen, Künstler und Kreative nachziehen und sich für die ehemaligen Zollhäuschen interessieren." So könne sich die Pontonanlage in Sichtweite der Elbbrücken zu einem Ort der Kultur und einer neuen Attraktion im Hafengelände entwickeln.