China-Wochen: Partnerschaft wird ausgebaut

"Von Hamburg kann China viel lernen. Umgekehrt bietet China als das größte Entwicklungsland der Welt Hamburg große Marktchancen." Das stellte Generalkonsul Chen Jianfu mit Blick auf die nächste Woche beginnenden "China-Wochen Hamburg 2002" fest. Schirmherr ist Bürgermeister Ole von Beust. Sein Credo: "Jede Begegnung bringt die Menschen näher." Nach 1988 und 1995 gibt es jetzt bis 12. Oktober zum dritten Mal China-Wochen in Hamburg. Von der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft organisiert, von der Stadt wie von chinesischen und deutschen Unternehmen unterstützt, stellen sie alles Bisherige in den Schatten. Fast 100 Veranstaltungen dokumentieren die Verbundenheit Hamburgs mit den chinesischen Partnern. "Ich bin sicher, dass die China-Wochen wieder breites Interesse wecken", sagt Hans-Bernd Giesler, Präsident der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft. Wirtschaft, Kultur (siehe Seite 8) und Wissenschaft sind die Schwerpunkte. Den offiziellen Auftakt bildet am 17. September der Shanghai-Wirtschaftstag in der Handelskammer. Shanghais Vizebürgermeister Zhuo Muyao und deutsche Firmenvertreter informieren über Geschäftsmöglichkeiten in Hamburgs Partnerstadt. Am selben Tag unterzeichnen die Bürgermeister Zhou und von Beust im Rathaus ein Memorandum, das den Austausch der Partnerstädte in den nächsten beiden Jahren noch weiter ausbauen soll. In Hamburg (chinesisch: Han Bao, "Burg der Chinesen") leben 2800 Menschen aus dem Reich der Mitte. Mehr als 230 chinesische Unternehmen haben einen Firmensitz in der Hansestadt, und 800 Hamburger Firmen unterhalten Geschäftsbeziehungen nach China. Alles begann im Jahr 1731, als zum ersten Mal ein chinesisches Schiff in den Hamburger Hafen einlief.