Ein Drache im Hafen kündigt die China Time an

Die Touristen im Hafen trauten ihren Augen nicht - auf Containerschiffe und Hafenfähren waren sie vorbereitet, nicht aber auf ein bronzenes Ungeheuer mit feurigen Augen, großen Zähnen und langem Schwanz. Der chinesische Drache, der als Symbol der Veranstaltungsreihe China Time ab Montag auf der Binnenalster zu sehen sein wird, wurde am Freitag auf einer Schute von der Norddeutschen Affinerie (NA) auf der Veddel in den Travehafen gezogen. Dort wird er bis Montag lagern, bevor er die Elbe wieder überquert und vom Holzhafen auf dem Landwege an die Alster gebracht wird. Acht Monate hatte der polnische Künstler Adam Ostrowski an dem sieben Meter langen und 5,5 Meter hohen Drachen gearbeitet, unterstützt von zehn Mitarbeitern und Azubis der NA. Die Haut des Reptils besteht aus zwei Millimeter dickem Kupferblech und wurde aus 6000 Schuppen zusammengeschweißt. Darunter befindet sich ein Skelett aus Edelstahl.

Das Kunstwerk wiegt 4,3 Tonnen. Sein Vorbild steht im kaiserlichen Sommerpalast in Peking und gilt als Symbol für Glück und Erfolg. "Ich glaube, er wird auch ein Glücksdrachen für Hamburg werden", so Knut Terjung, der Senatsbeauftragte der China Time. Die Kosten für Herstellung und Transport in Höhe von mehr als 150 000 Euro trägt die NA. Geschäftsführer Werner Marnette: "Wir wollen unseren Teil zum Erfolg der China Time beitragen." Ein weiterer Grund für das Engagement: China ist der weltweit am schnellsten wachsende Kupfermarkt.