Tod im See: Law School trauert um Rainer Walz

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Christian Denso

Er ist bereits der zweite Hamburger, der binnen weniger Tage beim Baden ums Leben gekommen ist: Studenten und Mitarbeiter der renommierten Bucerius Law School trauern um einen ihrer profiliertesten Juristen: Rainer Walz (64), Direktor des Instituts für Stiftungsrecht, starb am Sonntag nach einem Bad in dem Naturbadesee Oberglinde bei Moorrege (Kreis Pinneberg).

Der Familienvater und mehrfache Großvater war am Sonntag mit seiner Ehefrau in dem besonders bei Familien beliebten Freibad. Nach Ermittlungen der Polizei war der 64jährige aus Ottensen gegen 13 Uhr allein ins Wasser gegangen. Er schwamm zwischen der Badeinsel und der Sperrleine, die Schwimmer von Nichtschwimmern trennt, als eine 34jährige Schwimmerin auf seine Hilferufe aufmerksam wurde.

"Die Rettungsschwimmer der DLRG reagierten sofort und professionell, brachten den Hamburger an Land und begannen mit einer Reanimation", sagte Polizeisprecherin Sabine Zurlo.

Minuten später war auch ein Notarzt vor Ort. Trotz des schnellen Eingreifens verstarb der 64jährige jedoch noch in dem Freibad, das nicht als Unfallschwerpunkt gilt. "Mögliche Ursache könnte ein Schwächekrampfanfall gewesen sein", sagte Polizeisprecherin Sabine Zurlo gegenüber dem Abendblatt.

Rainer Walz, Mitglied diverser Juristenvereinigungen, war vor seinem Engagement bei der Bucerius Law School mehr als 25 Jahre Professor an der Universität Hamburg. Der Experte für Stiftungs- und Steuerrecht hatte sein Studium in Köln und Tübingen absolviert und war bereits Ende der 60er Jahre für einen Abschluß an die Universität von Berkeley (Kalifornien) gegangen.

Wie berichtet, war am Sonnabend ein 39 Jahre alter Familienvater bei einem Badeausflug im Allermöher See ertrunken. Dariusz W. starb vor den Augen seiner beiden Söhne, die kurz vor dem Unglück noch ausgelassen mit ihrem Vater am Ufer gespielt hatten.

( cd )

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