Reza Homam - Tod im Schlafzimmer

Kristina Johrde

Er hatte sich selbst zum Star-Visagisten gekürt. Persönlichkeiten vertrauten seinen Händen, Szenegrößen gingen bei ihm ein und aus. Und er selbst fehlte kaum auf einer Promi-Party. Doch jetzt ist Reza Homam (44), Vorreiter des Permanent-Make-ups, tot. Er hat sich offenbar in seiner Winterhuder Wohnung selbst das Leben genommen. Freunde hatten ihn am Montag vermißt gemeldet. Daraufhin öffnete die Feuerwehr die Wohnungstür - und fand den Visagisten tot im Schlafzimmer.

Die Todesursache ist noch unklar. Spuren von äußerer Gewalteinwirkung entdeckte die Polizei nicht. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, daß er eine Überdosis Tabletten schluckte. Genaueres soll eine Obduktion der Leiche ergeben. Der gebürtige Iraner galt nicht als suizidgefährdet - doch er hat einen tiefen Absturz hinter sich. Vor fünf Jahren war er noch gefeierter Star-Kosmetiker mit noblem Geschäft in Pöseldorf. Seit zwei Jahren ging es bergab. Er mußte den Laden am Mittelweg schließen, gegen seine Firma wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Reza Homam war pleite.

Dazu noch mehr Vorwürfe: Von jahrelanger Kokainsucht war die Rede. Eine Kundin verklagte ihn, er habe ihr ein "diabolisches Gesicht" verpaßt. Und Dieter Bohlen behauptete, seiner Ex-Frau seien von Homam die Haare versengt worden.

( kj )

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