Hier wächst Eugen Blocks Luxus-Block

Hotel: Das Grand Elysée soll 2006 eröffnet werden, dann Platz für 1000 Gäste bieten.

Noch liegt in der künftigen Festhalle des Hotels ein Gewirr von Kabeln, Stangen, Gerüsten und Holzlatten. Zwei Arbeiter klettern in den Gerüsten, entfernen die Schalung unterhalb der meterdicken Betondecke. Schon jetzt ist in der Baustelle zu erkennen: Diese neun Meter hohe Halle in Hamburgs neuem Grandhotel ist für ganz große Auftritte gedacht - für bis zu 1000 Gäste. Hier, an der Rothenbaumchaussee, soll der Wind der großen weiten Welt wehen. Hier ist das Reich von Steakhaus-König Eugen Block, der schon Ostern 2006 sein Grand Elysee eröffnen will. Mit 103 Millionen Euro Investitionsvolumen wird das alte Elysee um einen fünfgeschossigen Anbau mit Staffelgeschoß mit 12 550 Quadratmetern Fläche erweitert. Am 11. August wird das Richtfest gefeiert.

"Ich schenke Hamburg ein Grandhotel", sagt Eugen Block bei einem Spaziergang durch den Rohbau und rechnet vor: "Mit dem Hotel wird die gesamte Stadt gewinnen. Denn es wird als erstes Hotel in Hamburg einen Fest- und Veranstaltungssaal für 1000 Menschen bieten", sagt der 65jährige. Damit könnten endlich Großveranstaltungen, wie zum Beispiel internationale Auto-Präsentationen, nach Hamburg kommen. "Wir machen mit dem Grand Elysee dann Barcelona, London und Paris Konkurrenz", sagt Block stolz. Auch die anderen Hamburger Hotels profitierten vom neuen Grand Elysee, schließlich hätten 1000 Gäste dort keinen Platz und würden in anderen Hotels wohnen.

Zehn Jahre lang hat der Block-House-Gründer an dem Projekt gearbeitet. So werden Autos rechts herum die Auffahrt an der Tesdorpfstraße erreichen. "Damit man bei Regen trockenen Fußes unter dem Vordach aussteigen kann", sagt der Hotelier. Denn wer mit Chauffeur vorfahre, der sitze meist rechts.

Mit der Hotel-Erweiterung ändert sich der Name zu "Grand Elysee". Zum großen Festsaal kommen noch 24 Konferenzräume, 400 Parkplätze in der Tiefgarage, ein 1000 Quadratmeter großer Wellnessbereich und insgesamt 520 Hotelzimmer hinzu. Die Zimmerpreise beginnen dann bei etwa 140 Euro.

Mittelpunkt wird das "Oval Office" werden, ein 1000 Quadratmeter großer, ovaler Glasbau oberhalb der Auffahrt - ein kleiner Glasturm, der nach bisheriger Planung eine Bar enthalten soll. Die Mitarbeiter des künftigen Grandhotels werden Halstücher mit einem kardinalrot-goldenen Wappen, das ein "E" in der Mitte zeigt, tragen. In den Zimmern des Neubaus wird es allerdings keine Badewannen mehr geben, nur noch Duschen. "Wir haben festgestellt, daß Badewannen nicht mehr gefragt sind", sagt Eugen Block.

Seine einfache Formel für den Neubau lautet: "Wir wollen das beste Hotel Deutschlands werden." Und er präzisiert: "In fünf Jahren soll das Grand Elysee eines der drei umsatzstärksten Hotels in Deutschland sein."