Spielbudenplatz: Der Umbau hat begonnen

Pläne: Nach dem Abriß des Steakhauses sollen Stromleitungen verlegt werden.

Jetzt sind die Abrißbagger angerückt! Die Umbauarbeiten des Spielbudenplatzes haben diese Woche mit dem Abriß des früheren Steakhauses an der Davidstraße, Ecke Reeperbahn begonnen. Bis zur Fußball-WM im kommenden Jahr soll der Platz neu gestaltet sein.

Bereits in der vergangenen Woche haben die Männer der Firma Maybohm aus Dollern bei Stade angefangen, das Steakhaus zu entkernen. Vier Tage haben sie dafür gebraucht. Jetzt arbeiten fünf Männer mit Baggern und sogenannten Abrißsortiergreifern daran, das Haus abzutragen. Ende nächster Woche soll das Gebäude dann vollständig abgerissen sein.

"Bislang liegen wir im Zeitplan", sagt Helma Krstanoski, Sprecherin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Der weitere Plan: Ab Ende nächster, Anfang übernächster Woche wird Vattenfall (früher HEW) Stromleitungen verlegen. Diese Arbeiten dauern etwa drei Monate.

Im Oktober starten die eigentlichen Umbauarbeiten. Dazu werden zunächst die Schienen für die neuen fahrbaren Bühnen gelegt. Die Bühnen heißen dann zehn Jahre lang "Vattenfall-Bühnen", weil der Energiekonzern dafür 2,6 Millionen Euro spendiert. Später werden die Bäume zur Reeperbahn gefällt, ein "Irokese" gepflanzt. Das ist eine Reihe von 130 Bäumen (Eichen, Pappeln, Mammutbäume und Birkenpappeln) in unterschiedlicher Höhe. Kosten: 9,7 Millionen Euro. Den Hauptanteil übernimmt die Stadt Hamburg mit 5,9 Millionen Euro, aus europäischen Fördermitteln fließen 1,2 Millionen Euro in das Spielbudenplatz-Projekt, den Rest zahlt Vattenfall. Parallel zur Umgestaltung des Platzes beginnt ab März die Sanierung der Tiefgarage neben der Reeperbahn.

Weil der Platz zur WM 2006 fertig sein soll, mußte schon jetzt mit den Arbeiten begonnen werden - obwohl es noch keinen Betreiber und kein Konzept gibt. "Wir haben die Baumaßnahmen vom Konzept abgekoppelt, um loslegen zu können", heißt es aus der Behörde. Ein endgültiges Betreiberkonzept soll dann Ende September vorliegen.