14 Hamburger Ruderer aus dem Kölpinsee gerettet

GROSSEINSATZ Verunglückte mußten bis zu einer Stunde im elf Grad kalten Wasser ausharren.

14 Hamburger Ruderer haben unliebsame Bekanntschaft mit dem eiskalten Wasser des Kölpinsees in Mecklenburg-Vorpommern gemacht. Die Wasserwanderer waren wegen einer heftigen Sturmbö gekentert, ihre Boote liefen voll Wasser. Dank der Hilfe einiger Segler und dem beherzten Eingreifen zahlreicher Retter konnten alle gerettet werden.

"Ich habe die Wolke kommen sehen, aber diese Windböe auf dem See hat uns plötzlich erwischt, und dann sind die Boote voll Wasser gelaufen", sagt Joachim Werner Schottmann, Kapitän und erfahrener Ruderer. Zwei weitere Boote, besetzt mit jeweils fünf Menschen, kenterten nicht. Die 24 Wassersportler aus drei Hamburger Clubs - dem Ruderclub Allemannia, dem Ruderverein an den Teichwiesen und dem Hamburger Ruderinnen e.V - machen seit 14 Jahren regelmäßig Ausflüge über die Himmelfahrtswoche. Ruderer Heinrich Daehn: "Das ist eine schöne Tradition. Wir haben schon einiges gemeinsam erlebt, doch so etwas wie am Sonntag zum Glück noch nie. Manche von uns mußten eine Stunde im Wasser ausharren. Doch es war schon enorm, was die Rettungskräfte geleistet haben und wie schnell sie uns zu Hilfe gekommen sind." Ein Rettungshubschrauber war zum Unglücksort gekommen, dazu Wasserretter des DRK, zwei Notärzte, die Feuerwehr Waren. Drei der Ruderer mußten am Sonntag abend noch ins Krankenhaus. Sie hatten sich in dem elf Grad kalten Wasser mitten auf dem drittgrößten See der Mecklenburgischen Seenplatte Unterkühlungen zugezogen. Einsatzleiter Hartmut Weidel: "Nur gut, daß das alles erfahrene Wassersportler sind. Die haben in der Notsituation alles richtig gemacht."

Am Montag nachmittag kehrten die Hamburger Ruderer nach Hamburg zurück. Daehn: "Zum Glück konnten wir die drei aus dem Krankenhaus auch mitnehmen. Die Unterkühlungen sind in Waren behandelt worden, jetzt sind sie wieder wohlauf."