Chinesen feierten Jahrestag an der Alster

Zahllose Visitenkarten wechselten den Besitzer. Beim Empfang zum 55. Jahrestages der Gründung der Volskrepublik China gestern im Le Royal Meridien, An der Alster, nutzten mehr als 300 Gäste die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen - und bereits bestehende zu pflegen. Ganz im Sinne des Gastgebers, Generalkonsul Jinsheng Ma (53), der das Fest als eine Art Familienzusammenführung interpretierte, so wie sie traditionell beim chinesischen Mondfest gefeiert wird, was allerdings drei Tage zurückliegt.

Der Generalkonsul erinnerte an die wechselvolle Geschichte der Volksrepublik und unterstrich den festen Willen, die Beziehungen zu anderen Ländern zu pflegen. Ein besonderes Anliegen ist ihm naturgemäß das Verhältnis zu Deutschland, besonders Norddeutschland: "Und das ist so gut wie nie zuvor." Die jüngste Reise des Bürgermeisters Ole von Beust samt Delegation sei ein gutes Beispiel dafür.

Dass die Beziehungen vielschichtig sind, zeigte sich anhand der Gäste. So waren unter anderem Kultursenatorin Karin von Welck, Innensenator Udo Nagel, Bürgerschaftsvizepräsidentin Barbara Duden und die niedersächsische Landtagsvizepräsidentin Ulrike Kuhlo gekommen.

Für Gerhard Rötters, noch bis Anfang nächsten Jahres Direktor der Mercedes-Benz-Niederlassung in Hamburg, war der Empfang von ganz persönlichem Interesse: Seine Zukunft liegt in China. Mit seiner Frau Anne wird er bald umziehen. Ob nach Shanghai, Peking oder Guangzhou steht noch nicht fest. Klar ist aber: "Damit erfüllt sich ein persönlicher Traum."