Beust bat zum Drachentanz

Mondfest: 800 prominente Gäste feierten in der Hamburger Landesvertretung in Berlin

Feste gibt es viele in Berlin. Doch das Chinesische Mondfest in der Hamburger Landesvertretung, mit dem die Hansestadt all ihren Fürsprechern, Förderern, Freunden und Partnern in der Bundeshauptstadt einmal im Jahr Danke sagt, hat sich im Festkalender der Bundeshauptstadt einen Toprang erobert. Gestern Abend war es wieder so weit.

Rund 800 prominente Gäste aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien feierten in der Hamburger Landesvertretung mitten im Zentrum der Hauptstadt. Ein vorzügliches Kulturprogramm erwartete sie, abwechslungsreiche und stilvolle Aufführungen, musikalische Darbietungen von Künstlern aus China und Hamburg, dazu Drachentänze, chinesische Akrobatik und Zauberei.

"Unser traditionelles Jahresfest als chinesisches Mondfest zu gestalten, zeigt die enge Verbundenheit zwischen Hamburg und China", sagte Bürgermeister Ole von Beust, der in strahlender Laune das Fest gemeinsam mit dem chinesischen Botschafter Ma Canrong eröffnete. Die Hansestadt sei als Standort von rund 320 Unternehmen "das China-Zentrum Europas", sagte von Beust weiter. In wenigen Tagen wolle er mit einer Delegation erneut nach China reisen, um die hervorragenden Kontakte noch weiter zu vertiefen.

Zum Mondfest, so erläuterte Staatsrat Reinhard Stuth, Hamburgs Bevollmächtigter beim Bund, träfen sich in China Verwandte und Freunde. Diese Tradition habe Hamburg gern für sein Berliner Jahresfest übernommen. Das außergewöhnliche Fest ist nur möglich dank der Unterstützung von mehr als 60 überwiegend in Hamburg ansässigen Unternehmen sowie Hamburger Hotels und Gastronomen.

Die Vielfalt der gebotenen kulinarischen Köstlichkeiten ließ kaum einen Wunsch von Gourmets unerfüllt, machte ihnen allenfalls die Wahl außergewöhnlich schwer - sollten sie sich an Ananas-Espuma mit Chilifäden ergötzen, lieber Labskaus von der Ente mit Wachtelspiegelei genießen, sich für gebratene Großgarnelen, für gefüllte Schweinelende entscheiden, für Fischsüppchen mit Zitronengras oder lieber ganz andere Spezialitäten aus der prächtigen Fülle des exquisiten Angebots wählen?

In prächtiger Stimmung feierten und plauderten die Gäste bis in die Nacht, darunter Berndt Röder, Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft, Senatoren und Abgeordnete, mehrere Chefs namhafter Hamburger Wirtschaftsunternehmen, zahlreiche Staatssekretäre der Bundesregierung und auch Berlins Ex-Bürgermeister Eberhard Diepgen. Zu später Stunde klang das Mondfest im "Hansekeller" der Landesvertretung aus, der eigens für diesen Abend zu einem "Chinesischen Nachtcafe" umgestaltet worden war.