Bürgermeister reist nach China

Eine 100-köpfige Delegation wird von Beust begleiten

Hamburg bekommt ein chinesisches Teehaus - hinter dem Völkerkundemuseum an der Rothenbaumchaussee. Das Gebäude wird von Hamburgs Partnerstadt Shanghai geliefert, das Grundstück stellt Hamburg zur Verfügung. Weichen müssen dafür einige Tennisplätze der Hamburger Universität. Die Uni habe das Grundstück nur ungern zur Verfügung gestellt, räumte Staatsrat Reinhard Stuth gestern ein. "Wir mussten dafür Daumenschrauben und andere mittelalterliche Foltermethoden anwenden", so Stuth scherzhaft.

Unterzeichnet wird der Vertrag über die Errichtung des Teehauses auf der bevorstehenden China-Reise des Bürgermeisters. Ole von Beust (CDU) wird am Montagnachmittag mit einer Delegation aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medizin und Justiz nach Peking aufbrechen. Die China-Delegation sei mit 100 Teilnehmern die größte, die Hamburg jemals geschickt habe, so Stuth.

Bei dem eintägigen Aufenthalt in Peking wird von Beust mit Vize-Premier Zheng Peiyan zusammentreffen. Am Mittwoch und Donnerstag besucht die Delegation die Partnerstadt Shanghai. Dort werden unter anderem zahlreiche Abkommen unterzeichnet: über den Austausch von Trainees, den Bau des erwähnten Teehauses, die Ausbildung chinesicher Reiseführer in Hamburg und die Zusammenarbeit im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Am Freitag reist die Delegation nach Hongkong weiter, wo auch Gespräche mit Kirchenvertretern auf dem Programm stehen. Am Sonnabend kehren der Bürgermeister und sein Gefolge nach Hamburg zurück.