Heimweh nach Hamburg

| Lesedauer: 3 Minuten
Nataly Bombeck

Monika Peitsch: Die Schauspielerin zog vor zwei Jahren von der Alster an die Isar. Jetzt kehrte sie zu Dreharbeiten zurück

25 Jahre lang lebte Monika Peitsch (62) in einer der herrlichen Alstervillen, nannte Hamburg ihre Heimat und verbrachte zwischen den Dreharbeiten jede freie Minute an der Elbe oder in ihrem Reetdachhaus in Keitum auf Sylt. Dann, vor zwei Jahren, verließ die Schauspielerin, die mit den Familien-TV-Serien "Die Unverbesserlichen" Mitte der 60er-Jahre und "Die Guldenburgs" in den 90er-Jahren populär wurde, die Hansestadt. Seit zwei Jahren lebt sie mit ihrem Mann Sven Hansen-Höchstedt (56), einem Architekten, im Herzogenpark in München. Auch das Haus in Keitum verkaufte das Paar vor einem halben Jahr.

"Keine leichte Entscheidung, denn ich bin die geborene Norddeutsche." Im Herzen bleibe sie Hamburgerin, habe sich hier immer sehr wohl gefühlt. "Aber mein Mann wollte eine Veränderung haben, und so bin ich mit nach Bayern gezogen." Eventuell will sich das Paar demnächst ein kleines Bauernhaus kaufen: "Denn ich liebe die Natur und die Berge. Am liebsten wusele ich im Garten rum", sagt sie.

In Hamburg hat Monika Peitsch dennoch, wie sie sagt, mindestens drei Koffer stehen: in Pöseldorf hat ihr Sohn Philipp Christopher (29), Medienanwalt in Berlin, noch eine Junggesellen-Wohnung behalten, in die sie jetzt für einige Tage eingezogen ist. "Er ist mein Lottogewinn, und ich bin wahnsinnig stolz auf ihn. Wir verstehen uns bestens", sagt Monika Peitsch. Außerdem gibt es noch zahlreiche alte Freunde und vor allem den geliebten Hamburger Hafen. Dort dreht Monika Peitsch jetzt für die Aspekt Telefilm von Produzent Markus Trebitsch (48) neue Geschichten mit Hauptdarstellerin Evelyn Hamann (61).

"Ein wunderbarer Dreh. Erstens, weil wir an der Elbe sind und ich immer große Sehnsucht nach dem Hafen habe. Und außerdem spiele ich Evelyn Hamanns sehr direkte, nicht auf den Mund gefallene Freundin, die ihr gerne die Wahrheit sagt", erzählt Monika Peitsch. Mehr als 52 TV-Rollen hat die gelernte Zahnarzthelferin bereits hinter sich, darunter immer wieder die Rolle der etwas zickigen, aber immer hoch eleganten Dame, Geliebten, Ehefrau oder forschen Freundin.

"Das sind eben meine stärksten Rollen. Aber inzwischen spiele ich immer häufiger die Rolle der Mutter oder Großmutter. Das ist eine schöne Wandlung in meinem Beruf, den ich sehr liebe", sagt die blendend aussehende Schauspielerin ganz uneitel. "Ich habe nie geraucht, wenig getrunken und gönne mir jeden Tag acht bis zehn Stunden Schlaf. Was aber nicht heißen soll, dass ich kein geselliger Mensch bin. Im Gegenteil, ich treffe mich wahnsinnig gerne mit Freunden zum Essen", erzählt Monika Peitsch, die gerade von einem Ibiza-Urlaub zurückkommt.

Nach ihrem Hamburg-Dreh warten gleich mehrere Engagements auf die Mimin. Im Herbst spielt Monika Peitsch in Singapur die Rolle einer Mutter in einer Roman-Verfilmung von Barbara Wood. Dann folgt mit Günther Schramm eine Theatertournee mit der Komödie "Endlich allein", und im Winter gastiert sie in der Münchner "Komödie" mit dem Vier-Personen-Stück "Die Ehre". Monika Peitsch: "Ich habe wirklich einen Traumberuf, in den ich mich einfach reingelebt habe."

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg