Hamburg plant ein China-Forum

ABSCHIED: Am letzten Besuchstag zog der Bürgermeister in Shanghai eine positive Bilanz seiner Reise.

China bleibt neben dem Ostseeraum Schwerpunkt der Außenpolitik des neuen Senats. Das erklärte Bürgermeister Ole von Beust in einer Bilanz zum Abschluss seines China-Besuchs. Er werde baldmöglichst wieder nach China zurückkehren, kündigte der Senatschef an. Am letzten Besuchstag in Shanghai zog Beust eine positive Bilanz der sechstägigen China-Visite. Eine Erkenntnis sei die große Bedeutung persönlicher Beziehungen und Freundschaften im Kontakt mit der Volksrepublik, bilanzierte er in einem dpa-Gespräch. Beeindruckt zeigte sich Hamburgs Bürgermeister von der "ausgesprochen freundschaftlichen, lockeren und unkomplizierten Art", mit der er von den Gastgebern aufgenommen worden sei. Beust will sich intensiv um die Vorbereitung der China-Wochen in Hamburg kümmern. Im September sind sie mit mehr als 100 Veranstaltungen vorgesehen. Im Herbst nächsten Jahres plant die Handelskammer Hamburg erstmals ein "China-Forum". Es soll den Charakter des Wirtschaftsforums von Davos bekommen, sagte Handelskammer-Vizepräses Nikolaus Schües, der die Wirtschaftsdelegation in China leitete. Zum Auftakt seien Altkanzler Helmut Schmidt, Frankreichs früherer Staatspräsident Valery Giscard d'Estaing, der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger und Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji eingeladen worden, der Hamburgs Bürgermeister am Dienstag in Peking empfangen hatte. Mit einem Hamburg-Tag verabschiedeten sich die Hamburger von Shanghai. Im Hotel Jinjiang wurde die Hansestadt am Freitag als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort präsentiert. Das lockte rund 300 chinesische Interessenten an. Bürgermeister von Beust assistierte bei der Gründung eines Hamburger Ehemaligen-Clubs. Seine Mitglieder sind Teilnehmer an chinesisch-hamburgischen Austauschprogrammen, waren sämtlich schon an der Elbe. Die Hamburg-Delegation kehrt am heutigen Sonnabend zurück.