Nach Gesprächen mit der EU-Kommission

HSH Nordbank stoppt geplante Ausschüttung der 200-Millionen-Dividende

Die HSH Nordbank stoppt nach Abendblatt-Informationen die umstrittene Ausschüttung von 200 Millionen Euro an stille Einleger. Der Vorstand der Nordbank habe nach einem Gespräch bei der EU-Kommission beschlossen, die Ausschüttung nicht vorzunehmen

Die HSH Nordbank stoppt nach Abendblatt-Informationen die umstrittene Ausschüttung von 200 Millionen Euro an stille Einleger. Der Vorstand der Nordbank habe nach einem Gespräch bei der EU-Kommission beschlossen, die Ausschüttung nicht vorzunehmen.

Die Bank könne nicht Staatshilfe in Milliardenhöhe in Anspruch nehmen und gleichzeitig eine Dividende ausschütten, soll die EU der Bank zu verstehen gegeben haben. Die HSH Nordbank erwartet für 2008 infolge der Finanzmarktkrise einen Verlust in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Durch die Auflösung von Rücklagen soll jedoch ein Bilanzgewinn hergestellt werden, der dann zur Ausschüttung einer Dividende führt.

Ein entsprechender Bericht des Hamburger Abendblatt hatte im Februar zu heftiger Kritik an der Bank geführt. Das Institut gehört zu jeweils knapp einem Drittel den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein. Zur Rettung der früheren Landesbank wollen sie insgesamt drei Milliarden Euro frisches Eigenkapital in die Bank einbringen und ihr gleichzeitig Garantien über 10 Milliarden Euro gewähren.

( HA )

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