Harburg bekommt eine Chinatown

Auf zehn Hektar Fläche entsteht ein asiatisches Zentrum.

Das geplante China-Zentrum im Harburger Binnenhafen nimmt Gestalt an: Mit den Hightech-Firmen MAS Elektronik AG und KS Marketing & Technik Handel haben sich die ersten im Deutschland-China-Geschäft engagierten Firmen dort angesiedelt. Das Zentrum "China Channel Hamburg" entsteht auf Initiative des Harburger Unternehmers Arne Weber (58) auf zehn Hektar Fläche im Bereich Blohmstraße und Ziegenwiesenkanal. Dort stehen leer stehende Hallen und Büros der Firma Cargill zur Verfügung. Andere Gebäude gehören Weber, darunter ein restauriertes Industriegebäude, in dem früher die Technische Universität Harburg Mieter war. Weber: "Unser Vorteil ist, wir haben sofort Kapazitäten frei." Das Markenzeichen des Zentrums soll ein 18-stöckiger "China Tower" an der Blohmstraße nach Plänen des Hamburger Architekten-Büros Akyol Gullotta Kamps werden. Noch steht an der Stelle ein Silo. Auf dessen Fundamenten soll der Tower gebaut werden - mit dem Bau will Weber beginnen, wenn er genügend Mieter hat. Direkt davor wird in den nächsten Tagen eine begehbare Infobox eröffnet, in der die Planer fortlaufend über Entwicklung und Ziele des China-Zentrums informieren. Und Weber hat noch mehr Pläne: Zusammen mit Projektpartnern will er Anfang 2004 einen Workshop zum Thema "Entwicklung und Aufbau des Chinazen-trums China Channel Hamburg" mit Politikern, Stadtplanern, Architekten, Wirtschaftswissenschaftlern und Unternehmern veranstalten. Im Sommer ist eine zweitägige China-Konferenz "Handelsbeziehungen Deutschland - China. Chancen für den Mittelstand" mit Messe und Kontaktbörse vorgesehen. Der "China Channel Hamburg" soll mittelständischen deutschen und chinesischen Firmen als Plattform dienen, um Handelsbeziehungen aufzubauen. Ein erstes Projekt, das für China interessant ist, gibt es schon: Die TU Harburg und die Stadtentwässerung entwickeln ein Abwasser-trenn-System für die wasserarmen Gebiete Chinas. (eli)