Ecstasy: Der Grundstoff wurde 1912 entwickelt

Die synthetische Droge Ecstasy wirkt aufputschend und stimmungsaufhellend. Ihr Grundstoff ist MDMA, ein Amphetamin-Derivat, das billig in den Niederlanden in so genannten Ecstasy-Labors produziert wird. MDMA wurde 1912 als Medikament zur Appetithemmung in Deutschland entwickelt und noch vor 20 Jahren in den USA bei Psychotherapien benutzt. Ende der 80er-Jahre erlebte das inzwischen verbotene Medikament sein Revival als illegale Party-Droge. Der Rausch setzt etwa eine halbe Stunde nach der Einnahme ein. Der Konsument fühlt, wie sich "die Seele öffnet" und er kontaktfreudiger wird. Ängste verschwinden, er fühlt sich akzeptiert und kann leichter auf andere Menschen zugehen. Die meisten Konsumenten sind 16 bis 25 Jahre alt, 60 Prozent schlucken die Pillen, die mit kleinen Bildchen bedruckt sind, regelmäßig. Ecstasy ist eng mit der Diskotheken-Szene verbunden, besonders beliebt ist es in Techno-Clubs der Raver-Szene. Ecstasy-Hochburgen sind auch Goa-Partys, die im Sommer im Hafen und im Umland veranstaltet werden.