Hamburg

Rollerfahrer flüchtet vor Polizei – in Keller einer Wache

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Ein Rollerfahrer ist in Hamburg auf der Flucht vor der Polizei falsch abgebogen (Symbolbild).

Ein Rollerfahrer ist in Hamburg auf der Flucht vor der Polizei falsch abgebogen (Symbolbild).

Foto: imago/Westend61

Beamte der Verkehrsdirektion wollten den Mann stoppen, weil er ohne Helm fuhr. Er ließ sich nicht aufhalten – bog dann aber falsch ab.

Hamburg. Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Rollerfahrer in Hamburg in einer Wache Zuflucht gesucht. Wie die Polizei in den sozialen Netzwerken mitteilte, wollten Beamte der Verkehrsdirektion den Mann am frühen Mittwochnachmittag an der Holstenstraße im Stadtteil Altona-Altstadt kontrollieren, weil er ohne Helm auf seinem 50er-Motorroller unterwegs war.

Der Fahrer habe allerdings gar nicht daran gedacht anzuhalten, sondern stattdessen Gas gegeben. Er habe zunächst "mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit" eine Parkanlage durchquert und dabei mehrere Personen erheblich gefährdet. Weiter ging die wilde Fahrt über den Gehweg der Louise-Schroeder-Straße. "Dass hier niemand angefahren und verletzt wurde, ist reine Glückssache", schreibt die Polizei.

Und es blieb gefährlich: Auch auf der Virchowstraße und dem Eschelsweg habe sich der Rollerfahrer zwischen Personengruppen hindurchmanövriert. An der Mörkenstraße schließlich stellten sich ihm Beamte des ansässigen Polizeikommissariats 21 in den Weg.

Rollerfahrer flüchtet in Polizei-Tiefgarage

Dann beging der Flüchtende den entscheidenden Fehler: Er bog in eine Tiefgarage ab – die dummerweise zu der Wache gehört. Nachdem er dort gegen eine Brandschutztür gefahren sei, sei er zu Fuß weiter in einen Keller geflüchtet – den des PK 21. Hier sei der Mann schließlich festgenommen worden, schreibt die Polizei weiter.

Das Motiv für die Irrfahrt sollte sich bald herausstellen: Der Roller war als gestohlen gemeldet, der Fahrer ohne Fahrerlaubnis unterwegs – und offenbar ohne Ortskenntnis. Unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stand der Mann wohl nicht.

Die Polizei hofft nun auf einen Nachahmereffekt: "Wir würden uns freuen, wenn der gestrige Vorfall einen neuen Trend geschaffen hat. Neben dem PK 21 stehen flüchtigen Verdächtigen natürlich alle weiteren Polizeikommissariate Tag und Nacht offen."

( leo )

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