Altona

Verdacht auf Herzinfarkt: Lkw-Fahrer rast in Gebäude

Der 66 Jahre alte Mann wurde von der Feuerwehr gerettet, starb aber kurze Zeit später im Krankenhaus. Statiker überprüfen Gebäude.

Hamburg. Mitten im morgendlichen Berufsverkehr ist am Montag ein Kühllaster in ein Haus an der Max-Brauer-Allee gekracht. Vermutlich hatte der 66 Jahre alte Fahrer einen Herzinfarkt erlitten. Der Lkw steckte stundenlang mit dem gesamten Führerhaus unter dem Dachvorsprung des Gebäudes an der Kreuzung zur Ehrenbergstraße.

Der Mann befuhr gegen 9 Uhr die Max-Brauer-Allee mit seinem Laster stadteinwärts. Plötzlich verlor er die Kontrolle und raste ungebremst in das Bürogebäude an der Ecke zur Ehrenbergstraße, das an dieser Stelle einen mehrere Meter breiten, durch Säulen gestützten Dachvorsprung hat. Die Feuerwehr rückte mit einem größeren Aufgebot aus und musste den eingeklemmten Mann mit schwerem Gerät aus der Fahrerkabine befreien. Noch am Unglücksort konnte er reanimiert werden, wenig später verstarb er jedoch im Krankenhaus.

Statiker geben Gebäude nach Lkw-Unfall wieder frei

Statiker wurden zum Einsatzort gerufen, um zu prüfen, ob durch den Unfall die Stabilität des Gebäudes beeinträchtigt worden ist. Die Beschäftigten, die sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude aufhielten, wurden zeitweise in gesicherte Bereiche verbracht. Evakuiert werden musste das Gebäude jedoch nicht.

Eine Beeinträchtigung des Gebäudes sei von den Statikern ausgeschlossen worden, sagte Feuerwehrsprecher Werner Nölken auf Anfrage. Bei der Kollision sei es lediglich zu oberflächlichen Beschädigungen an dem Dachvorsprung gekommen. Den verkeilten und schwer beschädigten Laster zogen die Feuerwehrleute mit einer Seilwinde heraus. In der Spitze waren 45 Feuerwehrleute im Einsatz.