Hamburg

Kind findet Spritze und verletzt damit anderes Kind

Eine Heroinspritze liegt in einem Park (Symbolbild)

Eine Heroinspritze liegt in einem Park (Symbolbild)

Foto: Olaf Döring / imago/Olaf Döring

Auf dem Außengelände einer Kita in Altona ist es zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Träger kündigt Konsequenzen an.

Hamburg. Wenn du beim Spielen eine Spritze findest, fass sie bloß nicht an! In einer Großstadt wie Hamburg wird das wohl fast jedem Kind eingeschärft. So hätten sie es auch in der Kita Struenseestraße immer gehalten. Die Kinder dort wüssten, dass sie den Betreuerinnen Bescheid geben müssten, wenn sie etwas Gefährliches entdeckten, heißt es bei der städtischen Kita-Vereinigung Elbkinder. Und damit es erst gar nicht dazu komme, würden die Erzieherinnen jeden Morgen das Außengelände auf gefährliche Gegenstände wie Scherben oder Dosen absuchen.

Vergangene Woche passierte trotzdem genau das, was nicht passieren durfte. Beim Spielen entdeckten die Kita-Kinder im Gebüsch eine Spritze. Anstatt ihren Betreuerinnen den Fund zu melden, hoben sie sie auf. Ein Kind verletzte dabei ein anderes mit der Nadel. Der genaue Hergang ist bislang unbekannt. Für die Eltern und das Kita-Personal ein Albtraum.

Infektion so gut wie ausgeschlossen

„Es war nur eine winzige Wunde, aber natürlich schrillten bei den hinzueilenden Erzieherinnen alle Alarmglocken“, teilte Elbkinder dem Abendblatt auf Anfrage mit. Die Eltern seien umgehend informiert und das Kind ins Krankenhaus gebracht worden. Dort hätten die Ärzte glücklicherweise Entwarnung geben können: „Nachdem alle Tests durchgeführt waren, schlossen sie mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit eine Infektion des Kindes aus.“

Man werde den bedauernswerten Vorfall zum Anlass nehmen, die Kinder noch einmal eindringlich darauf hinzuweisen, nichts Unbekanntes anzufassen oder aufzuheben. Die Erzieherinnen würden das Außengelände „noch intensiver als bislang schon“ nach gefährlichen Gegenständen absuchen.

In der Kita Struenseestraße werden Kinder im Alter von acht Wochen bis sechs Jahren betreut.