Altona

Neue Wohnungen statt Wasser-Park an der Elbe in Neumühlen

Blick auf die Elbkante in Neumühlen, vorne die Schlepperstation. Das Plangebiet liegt dicht am Wasser

Blick auf die Elbkante in Neumühlen, vorne die Schlepperstation. Das Plangebiet liegt dicht am Wasser

Foto: Google Maps

Das Bezirksamt Altona überrascht die Politik mit einem Vorschlag für neue Wohnhäuser an der Hafenkante. Erste Entwürfe gibt es bereits.

Hamburg. Noch vor wenigen Jahren wollte die Stadtentwicklungsbehörde hier einen Park anlegen lassen. Es gab sogar 2009 einen Architektenwettbewerb. "Wasserterrassen Neumühlen" hieß der Siegerentwurf, weil er dort einen Bach und Sitzelemente vorsah. Doch Geld gab es dafür nie.

Stattdessen überrascht das Bezirksamt Altona die Bezirkspolitik nun mit einer völligen anderen Idee. Sie schlägt dort an der Elbkante in Neumühlen drei markante sechsgeschossige Wohngebäude vor. Bis zu 80 geförderte Wohnungen könnten auf der heute als Parkplatz genutzten Baulücke entstehen, heißt es in einer Mitteilung an den Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona.

Erste Visionen für die neuen Häuser

Dort soll nun eine Grundsatzentscheidung getroffen werden. Eben, ob das Areal weiter als Park oder doch als Baugebiet ausgewiesen werden soll. Bauexperten der Bezirkspolitik gaben sich am Sonnabend überrascht über die Pläne. "Davon hören wird zum ersten Mal", sagt der Grünen-Politiker Christian Trede. Grundsätzlich aber sei Wohnungsbau an dieser Stelle vorstellbar. Zumal es sich um geförderte Wohnungen handeln solle, während bisher dort an der Elbe oft eher teurer Wohnraum gebaut worden ist.

Tatsächlich dürften die neuen Häuser eine begehrte Lage haben. Sie befänden sich am Elbhang, nicht weit vom Fluss entfernt und dicht am Museumshafen und den Elbstränden. Unmittelbar benachbart ist das gerade restaurierte Ensemble der Elbtreppenhäuser am Heuberg, das als die älteste Bebauung Neumühlens gilt und noch Reste der einst dörflichen Siedlung zeigt.

Das Grundstück "Neumühlen 14" war schon einmal ein Park mit einem Teich als Zentrum, wie aus Karten aus den Jahren 1889 bis 1904 hervorgeht.

1913 wurde dann dort das Elektrizitätswerk Unterelbe gebaut, das nach 1945 wieder abgerissen wurde. Bis 1980 war dort dann ein Fischkistenlager. Später wurde das Gelände aufgeschüttet und flutsichere Parkplätze für die nahe Seniorenanlage Augustinum und die Schlepper-Station geschaffen. 1993 folgte dann die Entscheidung, das Gelände als Park auszuweisen