Altona

Ärger um Grundstücksdeal an der Stadtteilschule Lurup

Die Stadtteilschule Lurup in Altona

Die Stadtteilschule Lurup in Altona

Foto: Roland Magunia

Eltern fordern mehr Fläche für den 36 Millionen Euro teuren Schulneubau. Stadt will dort aber Einfamilienhaus-Grundstücke verkaufen.

Hamburg. Eltern aus Lurup haben jetzt während der jüngsten Sitzung der Altonaer Bezirksversammlung ihrem Unmut über einen geplanten Grundstücksdeal der Stadt kundgetan. Unmittelbar am geplanten Neubau der Stadtteilschule in Lurup will die Stadt nach der Verlagerung der Sportflächen dort vier Einfamilienhaus-Grundstücke verkaufen. Das soll einen Teil des immerhin 36 Millionen teuren Schulbaus kompensieren und ist Teil eines Kompromisses zwischen Finanz- und Schulbehörde.

Bezirksversammlung stimmt gegen Baugenehmigung

Die Eltern argumentieren indes, dass angesichts rund 1000 neuer Wohnungen in Lurup diese Fläche dringend als Erweiterungsfläche für die Schule benötigt werde. Ähnlich sehen es auch fast alle Parteien in der Bezirksversammlung und stimmten für einen Antrag der CDU: Damit wird die Bezirksverwaltung aufgefordert, keine Baugenehmigungen für die umstrittenen Einfamilienhäuser dort zu erteilen. Öffentliche Grundstücke seien vorrangig für Nutzungen, die dem Gemeinwohl dienen, einzusetzen, heißt es in der Begründung des Antrags, der ebenfalls auf den geplanten Neubau von etlichen Wohnungen in Lurup verweist.

Lehrer und Elternratsvertreter hätten daher mehrfach auf einen zukünftigen Bedarf hingewiesen, heißt es weiter in der Begründung. Einzig die SPD stimmte in der Bezirksversammlung nicht für den CDU-Antrag. Der sei ein bisschen „populistisch“, sagt SPD-Politiker Frank Toussaint. Tatsächlich dürfte der Antrag auch wenig Aussicht auf Erfolg haben.

„Ich werde ihn beanstanden müssen“, sagt Bezirksamtsleiterin Liane Melzer (SPD). Denn schließlich gebe es bereits einen Beschluss der Senatskommission für den Grundstücksverkauf. Zudem habe die Schulbehörde mehrfach darauf hingewiesen, dass die neue Schule ausreichend groß sein werde und keine zusätzlichen Flächen bräuchte. Der Schul-Neubau soll drei Standorte der Schule zusammenfügen und wird voraussichtlich 2020 fertig sein.

( at )

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