Groß Flottbek

Der Umbau der Dorfschule Röbbek beginnt

So soll das
Wohnquartier Röbbek
später aussehen

So soll das Wohnquartier Röbbek später aussehen

Foto: WBRE WATERBOUND Real Estate GmbH

Das Gelände bietet ein Bild der Verwahrlosung. Auf dem lange brachliegenden Areal in Groß Flottbek entstehen Wohnungen.

Hamburg.  Das Backsteinensemble zählt zu den markanten Orten in Groß Flottbek: die ehemalige Dorfschule Röbbek. Seit 15 Jahren stehen die Gebäude aus den Jahren 1874 bis 1905 unter Denkmalschutz, trotzdem rotten sie vor sich hin. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt das 9000 Quadratmeter große Areal nach langen Verhandlungen veräußert. Der Verkauf an die Waterbound Real Estate GmbH (WBRE) wurde im Oktober beurkundet, ein Bauvorbescheid kurz danach erteilt. Das imposante Schul­gebäude mit der alten Uhr sowie die Turnhalle bleiben erhalten und sollen in enger Abstimmung mit dem Denk­mal- schutzamt zu Wohngebäuden umgenutzt werden. So weit, so gut.

Doch seitdem ist fast nichts geschehen. Die Gebäude gammeln weiterhin an der ruhigen Wohnstraße, das gesamte Gelände bietet ein Bild der Verwahr­losung. Und das, obwohl die WBRE schon vor Weihnachten einen Bauantrag gestellt hatte – vor mittlerweile rund neun Monaten also. WBRE-Geschäftsführer Torsten Lietz bleibt gelassen und erinnert daran, dass bei größeren Bauvorhaben eben immer mal Punkte auftauchen, die noch abgeklärt werden müssten. Doch nun sei alles klar. „Ich rechne damit, dass wir die Baugenehmigung im Oktober erhalten“, so Lietz, der auch gleich die neuesten Visualisierungen zeigt. Die machen klar: Wenn das Ensemble auch „in echt“ so schick wird, wie es am Computer aussieht, ist die Neugestaltung ein Gewinn für die ganze Gegend.

In dem früheren Schulbau entstehen zehn Wohnungen, auf dem weitläufigen Gelände sind vier Einzelhäuser und Reihenhäuser geplant. „Insgesamt werden es 21 Wohneinheiten“, so Lietz. Architektonisch orientieren sich die Neu­bauten an dem Charakter der Gegend, geplant wird mit rotem Klinker und Spitzdächern. Auch umfangreiche Grünflächen zwischen den Gebäuden sollten erhalten bleiben.

Der Gebäudekomplex stand seit dem Auszug der Volkshochschule im Jahr 2005 leer. Die Turnhalle wird seit 2013 nicht mehr genutzt. Seitdem war das Ensemble immer wieder Ziel von Zerstörung. Vandalen schlugen Fenster ein und besprühten Wände mit Graffiti. Auch gezündelt wurde schon.

Doch damit ist bald Schluss.