Ottensen

Radfahrer schwebt nach Sturz am Elbhang noch in Lebensgefahr

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Die Kaistraße in Ottensen nahe des sogenannten Altonaer Balkons – hier geschah der Unfall

Die Kaistraße in Ottensen nahe des sogenannten Altonaer Balkons – hier geschah der Unfall

Foto: HA

Dem 75-Jährigen wurde ein Schlagloch an der Kaistraße zum Verhängnis. ADFC ruft dazu auf, der Stadt künftig Straßenmängel zu melden.

Hamburg. Nachdem ein 75 Jahre alter Mann am Sonnabend in Ottensen bei einem Fahrradsturz lebensgefährlich verletzt worden ist, ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Radfahrer erneut dazu auf, Schlaglöcher und andere Straßenmängel der Stadt zu melden.

Straßenschäden im Online-Portal der Stadt melden

Verkehrsteilnehmer haben die Möglichkeit, die Hamburger Verwaltung über das Online-Portal "Melde-Michel" über Schäden am öffentlichen Infrastrukturnetz zu informieren. "Unserer Erfahrung nach behebt die Stadt solche gemeldeten Schäden dann recht zügig", sagt Dirk Lau, Pressesprecher des ADFC. Der Fahrrad-Club, der dafür plädiert, dass Radfahrer die Fahrbahn benutzen sollten statt den gesonderte Streifen auf dem Gehweg, weist seine Mitglieder laut Lau seit Langem auf die Möglichkeit hin, den "Melde-Michel" zu nutzen.

Der 75-Jährige, der an der Kaistraße am Elbhang mit seinem Fahrrad in ein Schlagloch geriet und stürzte, erlitt schwere Kopfverletzungen. Er schwebt laut Polizei weiterhin in Lebensgefahr. Ob er einen Helm bei dem fatalen Sturz getragen hat, sei noch unklar.

Fahrradbeuftragter geht von Einzelfall aus

Generell seien Schlaglöcher für den ADFC in Hamburg zwar immer wieder ein Thema. "Wir sehen da aber keinen Unfallschwerpunkt", sagt Sprecher Dirk Lau. Er rät Fahrradfahrern dazu, auf ihnen unbekannten Wegen besonders aufmerksam zu sein, da einige Straßen dennoch in einem schlechten Zustand seien.

Auch der Fahrradbeauftragte des Bezirks Altona, Peter Meyer, geht von einem Einzelfall aus. "Es ist ein sehr tragischer Unfall, der innerhalb des Bezirksamtes gleich weitergegeben wurde, sodass das Schlagloch vielleicht noch am Montag geflickt werden kann", sagt Meyer. Vor zwei bis drei Jahren habe es zwar eine Phase gegeben, während derer die Straßen aufgrund der starken Winterschäden in einem sehr schlechten Zustand gewesen seien. "Inzwischen laufen die Reparaturen aber generell schnell und zügig ab."

Grund dafür sei auch, dass das Bezirksamt für Schadensmeldungen an Fahrradwegen ein gesondertes Postfach angelegt hat. Per E-Mail an die Adresse fahrrad@altona.hamburg.de können Fahrradfahrer Hinweise auf Schlaglöcher, zugewachsene Wege und andere Schäden geben. Meyer: "Pro Woche erhalten wir auf diesem Wege rund 30 Nachrichten."

( ant )

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