"The Fizz Hamburg"

So sollen die Studentenapartments an der "Strese" aussehen

Visualisierung des "The Fizz Hamburg" an der Ecke Kieler Straße/Stresemannstraße in Altona

Visualisierung des "The Fizz Hamburg" an der Ecke Kieler Straße/Stresemannstraße in Altona

Foto: Magnus Kaminiarz & Cie Architektur

Nach langem Hickhack wird an der Ecke Kieler Straße/Stresemannstraße gebaut, zum Wintersemester sollen 760 Wohnungen bezugsfertig sein.

Hamburg. Mikrowohnungen – so heißt ein neuer, offenbar lukrativer Trend bei Immobilien-Investoren. Das sind kleine Apartments für Studenten oder Auszubildende, die derzeit an vielen Ecken der Stadt entstehen oder entstanden sind.

Eines der größeren Projekte baut die International Campus AG in diesem Jahr auf dem 7500 Quadratmeter großen Filetgrundstück in Altona an der Ecke Kieler Straße/Stresemannstraße. Insgesamt sind dort im „The Fizz Hamburg“ 760 kleine, teilmöblierte Wohnungen geplant. WLAN und Betreuung durch Pförtner inklusive.

Insgesamt werden auf neun Etagen 35.000 Quadratmeter gebaut, im Erdgeschoss ist eine 4300 Quadratmeter große Ladenzeile geplant. Als Kaltmieten für die 20 bis 34 Quadratmeter großen Einzel- oder Doppelapartments sind derzeit zwischen 250 und 650 Euro monatlich veranschlagt.

Der Startschuss für die Bauarbeiten ist nun für den Sommer vorgesehen, bezugsfertig sein sollen die Wohnungen dann zum Wintersemester 2018.

Ex-BMW-Fläche stand lange brach

Das prominente Grundstück hatte lange ein Schicksal als Brachfläche gefristet. Früher gab es dort einmal eine BMW-Niederlassung, dann kaufte vor knapp elf Jahren der umstrittene Immobilienkaufmann Burim Osmani das Grundstück. Mal sollten dort Büros gebaut werden, dann wieder ließ er einen Architekten ein Hotelgebäude entwerfen. Gebaut aber wurde nie. Schließlich wurde das Areal an die Hanseatic Holding in Hildesheim verkauft, die rund 400 Wohnungen bauen wollte, ebenfalls zu großen Teilen als geförderte Studentenwohnungen.

Das war 2012, später zogen jugendliche Punks auf das Gelände und bauten dort Hütten und Zelte. Im Herbst 2013 suchte der Bezirk auf Druck des Investors schließlich hastig nach einem neuen Ort für die obdachlosen Jugendlichen. Nun wird also endlich gebaut.