Altona

Der neue Heinepark in Ottensen ist fertig

Nach einjährigem Umbau ist der Heinepark nun fertiggestellt

Nach einjährigem Umbau ist der Heinepark nun fertiggestellt

Foto: HA

Neue Aussichtsplattform, neuer Spielplatz und ein freier Blick auf die Elbe. Nach einjährigem Umbau ist der Heinepark fertiggestellt.

Hamburg. Der aufmerksame Hafenspaziergänger wird es schon bemerkt haben: im Heinepark in Ottensen hat sich einiges getan. Tatsächlich ist der historisch bedeutsame Park nach einjährigen Umbaumaßnahmen fertiggestellt. „Es war uns ein besonderes Anliegen, dass der Park nicht nur ein außergewöhnliches Panorama auf die Elbe bietet, die erneuerte Anlage sollte auch vom Wasser aus gut sichtbar sein“, erläutert der verantwortliche Landschaftsarchitekt Hubert Wiggenhorn.

Zu diesem Zweck wurden einige Bäume am Hang unterhalb der drei Aussichtspunkte des Parks entfernt. So zieht vor allem eine neu montierte, stählerne Aussichtsplattform, die im Südwesten der Parkanlage über den Elbhang hinausragt, Blicke auf sich. Doch die Veränderungen im Park gehen über die Eindrücke vom Elbufer hinaus. Im Zentrum der Anlage sticht der neu angelegte Salomon-Heine-Platz hervor. Die quadratische Plattform aus Granitstein erinnert an das Herrenhaus von Salomon Heine. Heine, Onkel des berühmten Dichters Heinrich Heine, erwarb das Grundstück als wohlhabender Bankier im 19. Jahrhundert. Damit reihte er sich in eine lange Liste von Eigentümern verschiedenster Nationalitäten, die das Gelände immer wieder umgestalteten und beispielsweise zum Lustgarten oder Weinhang umfunktionierten.

Dr. Reinhold Gütter, Leiter des Altonaer Baudezernates, beschreibt die wechselhafte Geschichte des Parks als „ein Symbol insbesondere für die kulturelle Vielfalt im Bezirk Altona“.

Im Vorfeld des Umbaus, der im April 2014 begann, war die geplante Umgestaltung des Kinderspielplatzes, der seit Jahrzehnten auf dem Gelände besteht, auch auf kritische Stimmen gestoßen. Einige Tagesmütter hatten Bedenken geäußert, ob der „Abenteuercharakter“ der ursprünglichen Anlage erhalten bleiben würde. Der neue Spielplatz erinnert nicht an den verwilderten Vorläufer. Jedoch kann das neue Modell durch eine größere Auswahl von Spielgeräten und Klettergerüsten punkten. Landschaftsarchitekt Wiggenhorn berichtet, dass der neue Spielplatz in enger Zusammenarbeit mit Eltern, Tagesmüttern und Kindern entworfen wurde. Als weiteren Pluspunkt zählt er die veränderte, schattenarme Lage der neuen Anlage auf. Zudem sei bereits die Umgestaltung eines weiteren Spielplatzes auf dem Gelände in Planung. „Wir möchten eine neue Spielmöglichkeit für Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren schaffen, damit die ganz Kleinen mit Gleichaltrigen auf der jetzt fertiggestellten Anlage toben können.“