Sternschanze. Schanzenviertel gilt als größter Cannabis-Umschlagplatz Norddeutschlands. Anwohner fordern jetzt kontrollierte Abgabe.

Janina Müller hört nur ein Flüstern: „Alles klar?“ Dann beginnt eine Gestalt ihr in der Dunkelheit durch das Schanzenviertel zu folgen. Die 26-Jährige wechselt die Straßenseite am Schulterblatt, beschleunigt ihre Schritte, sieht sich um. Der Schatten bleibt auf drei Meter Distanz, pfeift eine leise Melodie. Voller Angst und mit Tränen in den Augen schlägt sie schließlich die Eingangstür zu ihrer Wohnung zu. Später erzählt Janina, die eigentlich ganz anders heißt, Freunden von dem Vorfall. Viele haben Ähnliches schon erlebt. Vor Bars und in Wohnstraßen, im Schanzenviertel ebenso wie auf St. Pauli.