Altona

Anwohnerparkzone bei Ikea soll ausgesetzt werden

Anwohner hatten sich beschwert, weil sich Autofahrer andere Straßen zum Parken suchen. „Wir brauchen eine große Lösung, nicht nur eine so kleine Zone“, sagt SPD-Verkehrspolitiker Henrik Strate.

Hamburg. Mit großer Mehrheit fordern die Bezirksfraktionen in Altona eine Aussetzung der Anwohnerparkzone rund um das neue Ikea-Möbelhaus an der Großen Bergstraße. Hintergrund sind massive Beschwerden von Anwohnern, weil sich nun Autofahrer andere Straßen zum Parken suchen. „Wir brauchen eine große Lösung, nicht nur eine so kleine Zone“, sagt SPD-Verkehrspolitiker Henrik Strate.

Grund für die neue Parkzone war die Eröffnung des Ikea-Möbelhauses am 30. Juni. Weil es die Befürchtung gab, dass einige Straßen durch Kundenfahrzeuge voll geparkt würden, hatte die Behörde eine Anwohnerparkzone ausgewiesen. Dort muss für das Parken bezahlt werden, Anwohner bekommen für 30 Euro im Jahr einen Parkschein. Allerdings wurde die Zone zunächst nur sehr nah am Ikea-Haus angeordnet. Unmittelbare Nachbarn von Ikea bekamen allerdings keinen Parkausweis – mit der Begründung, sie wohnten in einer Fußgängerzone. Verkehrspolitiker Strate spricht daher von einer „zu hastigen Einführung“ der neuen Parkzone. Zudem gab es offensichtlich zu wenig neue Parkscheinautomaten, um eine größere Anwohnerparkzone auszurichten.

Doch dadurch verlagerte sich lediglich der Parkverkehr in nahe Straßen ohne Beschränkung. Bis nun das große Gebiet über die Max-Brauer-Straße noch hinaus als Anwohnerparkzone ausgewiesen werden kann, sollte die neue Zone aufgehoben werden, fordert die Bezirkspolitik. Zuständig dafür wären aber Stadtentwicklungs- und Innenbehörde. Und dort gibt es bisher noch keine Zustimmung. Allerdings räumten die Behörden einen ersten Fehler bereits ein. So sollen nun auch die Anwohner der Großen Bergstraße einen Parkausweis bekommen.