Möbelhaus

Grüne loben Ikeas Mobilitätskonzept für Altona

Mit Sammeltransporten und Lastenradverleih will der schwedische Möbelriese dafür sorgen, dass sich das Autofahren für Kunden der neuen City-Filiale erübrigt. Am 30. Juni ist Eröffnung.

Altona. Die Einladungen für die Eröffnung von Ikea am 30. Juni in Altona sind bereits verschickt. Wie die Kunden künftig das erste innerstädtische Möbelhaus erreichen können, hat das Unternehmen nun dem zuständigen Sonderausschuss der Bezirksversammlung Altona vorgestellt.

Das „Mobilitätskonzept“ von Ikea basiert dabei nach Abendblatt-Information auch auf Angeboten, die Autofahren nach Möglichkeit erübrigen sollen. So werden Sammeltransporte oder auch ein Lastenradverleih angeboten. Zudem soll es geschützte Fahrradparkplätze für Mitarbeiter geben sowie eine digitale Information zu Abfahrten von Bussen und Bahnen. Autofahrer können indes bis zu zwei Stunden umsonst auf dem Parkdeck einen Platz finden, außerdem soll es einen Anhänger-Verleih geben.

Das vorgestellte Konzept enthalte viele gute Ansätze, heißt es selbst bei den Grünen. Dennoch werde der Ikea-Verkehr eine große Herausforderung für das umliegende Straßennetz darstellen. „Um zusätzliche Fahrten zu vermeiden, finden wir es deshalb ratsam, vom geplanten Verleih von Pkw-Anhängern und möglichst auch von den Expresslieferungen abzusehen“, sagt der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Bezirksfraktion Holger Sülberg.

Die Grünen in Altona fordern daher jetzt eine Art Probezeit für den Ikea-Verkehr. Ein Jahr nach der Eröffnung solle es eine Bestandsaufnahme geben, um dann noch mögliche Verbesserungen planen zu können.

Ikea selbst rechnet mit 2300 bis 4100 Kunden-Fahrzeugen pro Tag, die das Möbelhaus anfahren werden. Der Bezirk hat daher eine Veränderung der Verkehrsführung beschlossen: Die Poststraße soll nur noch bis zum Lawaetzweg für den Autoverkehr freigegeben werden. Zudem wird die Bugdahnstraße Teil der Fußgängerzone.