Roadmovie

Wie befreiend es sein kann, einen Esel dabei zu haben

Laure Calamy als Antoinette in einer Szene des Films "Mein Liebhaber, der Esel & Ich"

Laure Calamy als Antoinette in einer Szene des Films "Mein Liebhaber, der Esel & Ich"

Foto: dpa

Die Komödie „Mein Liebhaber, der Esel & ich“ ist im Blankeneser Kino, Holi, UCI Mundsburg und im Zeise zu sehen.

Hamburg. In Zeiten, in denen man viel Zeit drinnen verbringen muss, sind Filme wichtig, die die Weite der Natur da draußen vermitteln. „Mein Liebhaber, der Esel & ich“ ist zuallererst ein Roadmovie, das sich an der hügeligen Landschaft der Cévennen in Südfrankreich ergötzt. Der Liebhaber, der im Filmtitel eine so wichtige Rolle spielt, hat nur wenig Auftritte.

Zum Glück, denn sein Handlungsstrang ist zu erwartbar: Die Grundschullehrerin Antoinette (Laure Calamy) reist ihrem Lover Vladimir (Benjamin Lavernhe) hinterher, der mit seiner Frau und deren Tochter eine Pilgertour mit einem Esel erleben will. Das muss im Drama enden.

Ein unzertrennliches Duo: Antoinette und Esel Patrick

Doch auf dem Weg, der ja das Ziel ist, trifft Antoinette den Esel Patrick. Und wenn sie zu Beginn um jeden Meter kämpfen muss, werden die beiden später ein unzertrennliches Duo. Das Besondere ist, neben der wunderbar eingefangenen Landschaft, die Leichtigkeit, mit der ernsthafte Themen wie Einsamkeit und Bindungsfähigkeit behandelt werden.

Wenn Antoinette andere Reisende trifft, haben die schon von der verrückten Frau mit dem Esel gehört. Sie wird sich trotz der Meinung anderer einem Biker in den Arm werfen und ein paarmal weinen, wenn sie sieht, dass es Paare gibt, die über Jahre eine tiefe Verbindung zueinander aufgebaut haben. Wie befreiend ist es da, wenn man einen Esel dabei hat, der laut iaht. Oder: lacht?

„Mein Liebhaber, der Esel & ich“ 97 Minuten, ab 6 Jahre, läuft im Blankeneser, Holi, UCI Mundsburg, Zeise