Konzert-Tipp

Starke Frau am Bass: Kinga Glyk in der Fabrik

Kinga Glyk (22) veröffentlichte ihr erstes Album „Rejestracja“ 2015 in ihrer polnischen Heimat.

Kinga Glyk (22) veröffentlichte ihr erstes Album „Rejestracja“ 2015 in ihrer polnischen Heimat.

Foto: BREMME&HOHENSEE

„Wie heißt jemand, der mit Musikern abhängt? Bassist.“ „Wie nennt man eine schöne Blondine am Arm eines Bassisten? Tattoo.“ Tja, wer Bass spielt, sollte möglichst über sich selbst lachen können, an entsprechenden Witzen mangelt es nämlich nicht. Für Frauen wird es allerdings bisweilen eher unlustig, etwa wenn es von Männerseite heißt, am Bass könnten sie „am wenigsten Schaden anrichten“ und zugleich etwas „für die Optik der Band“ tun.

Eine, die darauf ihre eigene Antwort gibt, ist Kinga Glyk, gerade mal 22 Jahr alt und weit davon entfernt, sich auf ihr Aussehen reduzieren zu lassen. Im Gegenteil: Die Polin Kinga Glyk hatte in ihrer Heimat bereits zwei Alben­ veröffentlicht, als Warner Music sie 2017 unter Vertrag nahm. Ihr Album „Dream“ war ein Glücksfall für die Fusionjazz­-Szene, die folgende Tour durch Europa ein Triumphzug. Auch beim Elbjazz 2018 räumte sie ordentlich ab. Mit „Feelings“ liegt nun ihre zweites internationales Album vor, und erneut sind die Grooves extrem mitreißend. Der Auftritt in der Fabrik verspricht, eines dieser Bloß-nicht-verpassen-Konzerte zu werden.

Kinga Glyk Do 7.11., 20 Uhr, Fabrik (S Altona), Barnerstraße 36, Karten zu 28,- im Vorverkauf; kingaglyk.pl