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Bunte Hommage an den deutschen Komiker Heinz Erhardt

Der mittlerweile verstorbene  Impresario des Engelsaals, Karl-K Heinz Wellerdieck, mit Stefan Linker (re.) als Willi Winzig und Karin Westfal als Bardame in „Die große Heinz-Erhardt-Show".

Der mittlerweile verstorbene Impresario des Engelsaals, Karl-K Heinz Wellerdieck, mit Stefan Linker (re.) als Willi Winzig und Karin Westfal als Bardame in „Die große Heinz-Erhardt-Show".

Foto: Engelsaal Hamburg

Mit der „Großen Heinz-Erhardt-Show“ erfüllte sich Karl-Heinz Wellerdiek einen lang ersehnten Wunsch. Der Impresario des Engelsaals hatte ein Musical über den deutschen Komiker geschrieben, in dem er als Conferencier mitwirkte. Im November 2017 feierte die Show Premiere im Haus am Valentinskamp, seitdem erfreut sie sich großer Beliebtheit. Wellerdiek hat die ersten Erfolge noch mitfeiern können, im Januar 2019 ist er nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

„Die große Heinz-Erhardt-Show“ ist so etwas wie ein Vermächtnis des Schauspielers und Autors. Den Alltag mit einem Augenzwinkern abzubilden und den Zuschauern dabei ein wenig das Spiegelbild ihrer selbst zu geben, war immer ein Anliegen Wellerdieks. Es ist ein Abend mit Wiedererkennungswert, denn Heinz Erhardts (1909-1979) Wortverdrehungen und Blödeleien sind seit den 50er- und 60er-Jahren Teil des deutschen Humors. Die Akteure auf der Bühne holen die Gedichte des Humoristen wieder hervor, in schnellem Wechsel hauen sie einen Vierzeiler nach dem anderen raus, sodass die Zuschauer mit Lachen und Klatschen gar nicht so schnell hinterher kommen. Zwischendrin kippen sie den einen oder anderen „DoDo“, das ist die Abkürzung für „doppelter Doornkat“.

In seiner Hommage an den immer etwas zerstreut wirkenden Komiker mit der dicken Hornbrille hat Wellerdiek die besten Couplets, die witzigsten Gedichte und die absurdesten Wortspielereien aus Erhardts riesigem Werk herausgepickt und in einen bunten Abend gepackt, der von der Nostalgie lebt. Einige der Gags wirken heute albern, aber das waren sie vor 50 Jahren auch. Andere Nummern wie „Die Made“, „König Erl“, und das „Das glückliche Reh“ sind Klassiker: „Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat ja Zeit.“

Die Zuschauer quieken vor Lachen und erinnern sich daran, wie der Komiker mit der dicken Hornbrille im Kino seine größten Erfolge feierte. „Drei Mann in einem Boot“, „Witwer mit fünf Töchtern“ und „Was ist denn bloß mit Willi los?“ zählten zu seinen größten Erfolgen. In mehr als 40 Filmen wirkte Erhardt zwischen 1949 und 1971 mit.

Im Engelsaal spielt Stefan Linker dessen Rolle Willi Winzig, Karin Westfal spielt eine Bardame, und Ralf Steltner, der die Show mit Wellerdiek geschrieben hat, ist der Mann am Klavier. Über dem Eingang zum Saal hängt ein Schild mit dem Schriftzug „Haus Vaterland“, das legendäre Varieté am Ballindamm, in dem Erhardt oft aufgetreten ist. Heute steht dort die Europa-Passage.

„Die große Heinz-Erhardt-Show“ Fr 11./ Sa 12.10., Do 17./Fr 18.10., So 20.10., je 19.30, Engelsaal (U Gänsemarkt), Valentinskamp 42, Karten zu 29,79 bis 42,99 Euro in der Abendblatt-Geschäftstelle, Großer Burstah 18-32, und unter T. 30 30 98 98; www.engelsaal.de