Markt-Tipp

Anspruchsvolles Kunsthandwerk im Schloss Reinbek

„In der Stadt“ hat Vlasta Martinec aus Bottmingen (Schweiz) ihr Werk (Leinwand auf Acryl) genannt.

„In der Stadt“ hat Vlasta Martinec aus Bottmingen (Schweiz) ihr Werk (Leinwand auf Acryl) genannt.

Foto: Schloss Reinbek

Bereits zum 25. Mal wird das Schloss Reinbek zum Austragungsort einer erstaunlichen Ausstellung. Am Wochenende 17. und 18. August präsentieren rund 140 Kreative der Bildenden und Angewandten Kunst in den historischen Räumen, in den Arkaden, im Hof und im Park des restaurierten Schlosses ihre Arbeiten.

Die Veranstalter, das Ehepaar Bärbel und Norman Müller-Rousseau, haben die beliebte Reihe seinerzeit initiiert – inzwischen sind beide im Ruhestand, ihr Engagement läuft jedoch unverändert weiter. Bärbel Müller-Rousseau war früher selbst Malerin. Ihr geht es bis heute darum, die Gleichwertigkeit unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen in Originalität, Kreativität und Perfektion aufzuzeigen.

Der Schwerpunkt liegt in der Angewandten Kunst

Der Anspruch lag zu Beginn der Reihe bei einer reinen Kunstschau, doch viele der Künstler etablierten sich bald und wanderten ab. „Der Schwerpunkt liegt ganz klar in der Angewandten Kunst, daher auch der Titel ‚Werkkunst‘“, erläutert Bärbel Müller-Rousseau. Mit der Organisation der Schau ist sie ein ganzes Jahr im Voraus beschäftigt. Die letzten Tage packt sie auch beim Aufbau noch mit an. Derzeit gilt es, für kurzfristige Ausfälle noch Ersatz zu organisieren.

70 Ausstellerinnen und Aussteller aus ganz Deutschland, aber auch aus angrenzenden Nachbarländern zeigen ihre großformatigen Arbeiten in den Außenanlagen des Schlosses. Bildhauer, Objekt- und Werkkünstler präsentieren dort Arbeiten aus Materialien wie Stein, Metall, Holz, Glas und Keramik. Aber auch aufwendige Gussarbeiten in Beton und Kunststoff sind hier zu finden.

Die Fahnenmasten sind traditionell Orte für Siebdrucke auf Leinwand. In diesem Jahr bespielt sie die Hamburger Künstlerin Uschi Dechow mit ihrer Arbeit zum Thema „Mensch“. Besonderen Zuspruch vonseiten der Besucher hat Bärbel Müller-Rousseau seit einigen Jahren bei sehr hochwertigen Bronzeskulpturen registriert. Aber auch kinetische Installationen wecken starkes Besucherinteresse. An der Schloßstraße sind die Wind bewegten Metallarbeiten von Peter Luther aus Oberfembach platziert. Erstmals wird der Park zur Ausstellungsfläche von Metall-Bildern, darunter sind Malereien von Tina Brauckmann aus Wilhelmshorst und Fotografien von Jens C. Gehring aus Wentorf. Und Tina zur Lojenburg lädt in ihr Freiluft-Atelier „Heckenraum“.

Das Schloss selbst ist traditionell Ort von Malerei und Grafik, etwa der fast fotografisch wirkenden Gemälde von Vlasta Martinec aus dem schweizerischen Bottmingen. Aber auch Fotografie und Bildhauerei haben hier ihren Ort. Wer auf der Suche nach schönen Dingen ist, kann auch in der großen Abteilung der Angewandten Kunst fündig werden. Vom Glasschmuck etwa der Hamburgerin Karen Knickrehm bis zu
allerlei Dekorativem und Nützlichem aus Porzellan und Keramik, aus Holz, Metall, Textil und Papier reicht das Spektrum.

„Kunstwerk Werkkunst“ Sa 17.8., 15 bis 19 Uhr, So 18.8., 11 bis 18 Uhr, Schloss Reinbek (S Reinbek), Schloßstraße 5, 21465 Reinbek, Eintritt 3 Euro, Kinder bis 12 Jahren in Begleitung Erwachsener frei