Party-Tipp

Pride Week – Hamburg trägt Regenbogen

Hauptsache schrill: Andreas und Dennis feiern den Hamburger Christopher Street Day im Partnerlook.

Hauptsache schrill: Andreas und Dennis feiern den Hamburger Christopher Street Day im Partnerlook.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Die Hamburg Pride Week bietet an diesem Wochenende nicht nur einen Höhepunkt: Demo, Straßenfest und Partys.

Hamburg.  Vor genau 50 Jahren machte der sogenannte Stonewall­ Aufstand weltweit Schlagzeilen: Nachdem die Gäste einer Schwulen-Bar in der New Yorker Christopher Street von Polizisten schikaniert worden waren, kam es zu tagelangen Protesten. Bis heute wird mit dem Christopher Street Day an diesen Beginn der Gay-Pride-­Bewegung erinnert. Sichtbar wehen nun die Regenbogenflaggen in Hamburg, seit Mittwoch auch wieder am Rathaus – die 39. Hamburg Pride Week ist in vollem Gange.

Das CSD-Straßenfest, eine riesige Open-Air-Party und Infomeile an der Binnenalster, beginnt heute (2.8.) um 15 Uhr mit einem umfangreichen Bühnenprogramm: Zu Gast sind auch das Ex-Spice-Girl Melanie C mit The Pink Sink und die „Power-Pop-Band“ Good Weather­ Forecast aus Bayern. Bis zum Sonntagabend (4.8.) wird zwischen Ballindamm und Jungfernstieg gefeiert, getanzt und geschlemmt: Ein vielfältiges Angebot aus Informations-, Gastronomie- und Verkaufsständen sowie insgesamt sieben Musikinseln lassen die Regenbogen-Herzen höherschlagen.

Nach dem ersten Straßenfesttag wird ab 24 Uhr im Uebel und Gefährlich gestampft, bis die Parade kommt: Große Namen wie der Berliner DJ Andreas Henneberg und Marc Romboy sorgen heute Nacht für feine elektronische Tanzmusik im Feldstraßen-Bunker. Doch wer nicht das Herzstück der Pride­ Week, die große CSD-Demonstration am Sonnabend (3.8.), verpassen möchte, sollte bei der Party lieber nicht zu sehr über die Stränge schlagen.

Unter dem Motto „Grundsätzlich gleich – für eine bessere Verfassung“ startet die Pride-Demo um 12 Uhr auf der Langen Reihe und zieht mit rund 15.000 Teilnehmern durch die Hamburger Innenstadt bis zum Jungfernstieg. Zentrale politische Forderung der Demonstranten ist die Erweiterung des Artikels 3 im Grundgesetz um die Merkmale „sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“. „Es ist höchste Zeit, unsere Verfassung der gesellschaftlichen Realität anzupassen und den Diskriminierungsschutz auszubauen“, sagt Stefan Mielchen, erster Vorsitzender des Vereins Hamburg Pride.

Für diese Forderung gibt es reichlich Unterstützung: Bei der großen Parade am Sonnabend werden rund 150.000 Zuschauer erwartet.

  • CSD-Straßenfest Fr 2.8., 15.00–24.00, Sa 3.8., 11.00–24.00, So 4.8., 11.00–22.00, Binnenalster (U/S Jungfernstieg), Ballindamm
  • Electro Pride Fr 2.8., 24.00, Uebel & Gefährlich (U Feldstraße), Feldstraße 66, Karten zu 14,-
  • CSD-Demonstration Sa 3.8., 12.00, Start Lange Reihe (U/S Hbf.), Ziel Jungfernstieg