Show-Tipp

Im Planetarium zu den Sternen reisen

Draußen trutzig und bodenständig, drinnen spacig und „abgehoben“: das Planetarium im Hamburger Stadtpark.

Draußen trutzig und bodenständig, drinnen spacig und „abgehoben“: das Planetarium im Hamburger Stadtpark.

Foto: Sebastian Becht

Info-Shows.  Wer sich gern etwas schlauer machen lässt, während draußen die Sonne brennt, ist im Planetarium, nach eigenen Angaben Deutschlands meistbesuchtem Sternentheater, an Tagen wie diesen gut aufgehoben.

Schon um 10 Uhr können sich die ganz jungen Besucher (ab sechs Jahren) bei „Sonne, Mond und Stella“ von einer Weltraumkuh Himmelsphänomene erklären lassen, und eine Stunde später geht es bei „Europas Weg zu den Sternen“ um den südlichen Sternenhimmel. Dabei werden übrigens auch die modernen Riesenteleskope der Sternwarte ESO in Chile und ihre Arbeitsweise vorgestellt.

In „Der Himmel über Hamburg -- live“ (12 Uhr) kann man sich den Nachthimmel über der Stadt von Sternenexperten erklären lassen. Die bieten am Dienstag, 16. Juli, ein „Hamburg himmlisch Spezial“ (22.15 Uhr) an, in dem es um die partielle Mondfinsternis und den Start von „Apollo 11“ vor 50 Jahren geht.

Zurück zum Heute: Um die wunderbaren Formen und Farben am arktischen Himmel dreht es sich in „Aurora – Im Reich des Polarlichts“ (15 Uhr), die Veranstaltung wird ab zwölf Jahren empfohlen. Eine spektakuläre Expedition zwischen Himmel und Hölle verspricht „Supervulkane – Feuerberge im Sonnensystem“ (16.15 Uhr). Hier erfährt man unter anderem, dass die Erde vor 250 Millionen Jahren über einen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren so viel Feuer und Asche spie, dass darauf das größte Artensterben unseres Planeten folgte.

Zu einem Flug durch das Universum lädt die „Space Tour 3D“ um 17.30 Uhr ein. Die 60 Minuten dauernde Reise macht in 3-D-Technik und 8k-Bildqualität die Tiefe des Raumes erfahrbar, die man bequem im Liegesessel genießen kann. Und noch eine stellare Tour ist im Angebot: „Im Nachtflug durch die Galaxis“ (19 Uhr) verspricht eine Reise durch die Sternwolken und -bilder in unserer Milchstraße. Man erfährt, wie sie entstanden sind und wie sie möglicherweise untergehen werden. Auch über die Sonne kann man dabei eine Menge lernen.

Bei „Best of Deep Space Night“ (21 Uhr) kommt Musik ins Spiel. Die Bilder stammen aus der Kultreihe „Space Night“ des Bayerischen Fernsehens, die 1994 zum 25. Jubiläum der Mondlandung zum ersten Mal abhob. Jetzt gibt es zum 50. Jubiläum ein Wiederhören und
-sehen. Die musikalische Palette reicht von Coldplay über Chris Hadfield bis zu Udo Lindenberg.

Planetarium Hamburg Linnering 1 (Bus 179), Programminformationen und Tickets: www.planetarium-hamburg.de