Konzert-Tipp

Resonanzraum-Festival: Neue Klänge im Zeichen der Natur

Einer der schönsten Konzertorte Hamburgs: der Resonanzraum im Bunker.

Einer der schönsten Konzertorte Hamburgs: der Resonanzraum im Bunker.

Foto: Klaus Bodig

Hamburg. Der Resonanzraum im Bunker an der Feldstraße gehört zu den schönsten Konzertorten in Hamburg. Hier ist das Ensemble Resonanz zu Hause, hier probt es und hierhin lädt es immer wieder zu Konzerten, DJ-Abenden und Gesprächsrunden ein. Im vergangenen Jahr bündelte das Ensemble zum ersten Mal seine vielfältigen Programme in Form eines dreitägigen Festivals, das immer auch ein Blick weit hinaus über den Tellerrand von Barock, Klassik und Moderne ist. Vom 20. bis zum 22. Juni läuft im Bunker das zweite Resonanzraum-Festival.

Es beginnt gleich mit einem Konzert, dessen Titel auf den ersten Blick etwas irreführend ist. „Waldgespräch“ heißt es, doch erklingen werden Lieder, gesungen von der Sopranistin Christina Landshamer, instrumentiert von den Streichern des Ensemble Resonanz. Auch der Sound-Designer Korhan Erel wird mit einer Performance dabei sein. Er bringt Sounds aus Wald, Wiesen und Berliner Parks mit. Auch der zweite Teil am Eröffnungstag des Resonanzraum-Festivals steht im Zeichen der Natur.

Von 22 Uhr an zeigt Wolfgang Lehmann einen „Hardcore-Naturfilm“ mit dem Titel „Dragonflies With Birds And Snake“. Die Musik dazu hat einer der wichtigsten Elektro-Künstler Europas geschrieben: Felix Kubin. Der Hamburger Künstler hat bereits in der Vergangenheit mit dem Ensemble gearbeitet und ist jetzt in einem neuen Kontext zu erleben.

Eine feste Größe in der Popkultur-Szene der Hansestadt ist auch Jan Plewka. Bekannt geworden ist er als Sänger der Rockband Selig; Plewka hat in den vergangene Jahren aber auch mit Liedprogrammen auf sich aufmerksam gemacht, bei denen er sich um die Songs von Simon & Garfunkel oder Rio Reiser gekümmert hat. Am 21. Juni widmet er sich den „Juliet Letters“, die Elvis Costello vor einigen Jahren für Streichorchester komponiert hat. Finnegan Downie Dear wird das Ensemble Resonanz dirigieren, Sebastian Schottke sorgt für die entsprechende Klangregie. Zuvor ist Plewka auch noch bei einem Talk dabei. Zusammen mit dem DJ Sebastian Reier und dem bulgarischen Elektro-Künstler Horatiu Serbanescu reden die drei über Vinylplatten und spielen Musik abseits des Mainstreams.

Am 22. Juni zieht das Ensemble drei Stockwerke hinauf ins Uebel & Gefährlich. Die Reihe „Urban String“ residiert dort unter dem Titel „alltagspoesie“. Elektroklänge, analoger Techno und Kompositionen von Paul Frick im Spiegel der Romantik stehen dann auf dem Programm. Anschließend darf bis in den frühen Morgen getanzt werden. Sebastian Reier aka Booty Carrell, Paul Frick und Felix Kubin werden von 22.30 Uhr an wieder im Resonanzraum auflegen. „Wider die Entzauberung“ heißt die abschließende Festival-Party. Der Eintritt ist frei.

Resonanzraum-Festival Do–Sa 20.–22.6., Resonanzraum (U Feldstraße), Feldstraße 66, Festivalpass 64,-, Einzeltickets und Infos unter www.resonanzraum.club