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Kino-Tipp

„Ailos Reise“: Rentiere leben im hohen Norden gefährlich

Rentier Ailo muss sich unter schweren Bedingungen durchsetzen.

Foto: 2019 Valdés - Borsalino Productions – Gaumont – MRP Matila Röhr Productions

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Nur fünf Minuten Zeit hat in Lappland ein neugeborenes Rentier. Fünf kurze Minuten, um sich auf die noch wackeligen Beine zu stellen und zu lernen, wie man rennt und schwimmt. Der Off-Kommentar, gesprochen von Anke Engelke, macht gleich zu Beginn klar, dass das Leben der Tiere hoch oben im Norden geprägt von Gefahren ist.

Zwei Jahre haben Regisseur Guillaume Maidatchevsky und sein Team eine der vier verbliebenen großen Rentier-Herden in Lappland mit der Kamera begleitet und dabei atemberaubende Bilder eingefangen. Eine trächtige Rentier-Kuh verlässt mitten auf einer Wanderung durch den Tiefschnee die Herde, zieht sich zurück und bringt allein ein Junges zur Welt: Ailo, der kleine Held der Geschichte.

Schon die Geburt ist dramatisch, Mutter und Kind tapsen allein durch die Wälder und nehmen die Spur der Herde auf. Gefahren lauern aber überall: reißende Bäche, zugefrorene Seen, Wölfe, Vielfraße sowie Bären und auch der Klimawandel, der den natürlichen Kreislauf von Flora und Fauna­ durcheinanderbringt.

„Ailos Reise“ zeigt in spektakulären Drohnenaufnahmen die Rauheit der Natur und den Überlebenswillen der Tiere. Dabei spart Maidatchevsky nichts aus, ein Wolf, der ein Rentier reißt, oder verendete Tiere im Eis gehören zum Kreislauf der Natur. Maidatchevsky erzählt viel über die Montage, suggeriert Spannung und Gefahren. Die Kamera ist dabei fast immer nah dran an den Tieren, der Off-Kommentar emotionalisiert. Ganz so, als wäre man im ersten Lebensjahr des kleinen Ailo­ dabei.

„Ailos Reise“ Frankreich/Finnland 2018, 86 Min., o. A., R: Guillaume Maidatchevsky, täglich im Koralle, UCIs Mundsburg/Othmarschen Park, Zeise; www.ascot-elite.de

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