Messe-Tipp

Whisk(e)y: Es wird hochprozentig bei der HanseSpirit

Foto: Hansespirit

Whisky boomt. Flaschen für mehr als 100 Euro sind längst Normalität, limitierte Abfüllungen werden den Fachhändlern aus den Händen gerissen, die Zahl der Genusstrinker ist rapide gestiegen. Das merkt auch Chris Rickert, Gründer der Messe Hanse Spirit. Aus einer dreistelligen Besucherzahl und enttäuschten Ausstellern ist ein großer Erfolg geworden – zur neunten Auflage werden vom 31.1. bis 2.2. mehr als 6000 Besucher in der Altonaer Fischauktionshalle erwartet.

Die Vielfalt, die sie erwartet, ist so groß wie nie: Auf drei Emporen sind mehr als 75 Aussteller mit vielen Hundert Whisky-Sorten vor Ort, darunter jede Menge rare Abfüllungen, die hier gegen kleines Geld verkostet und bei Gefallen natürlich auch gleich gekauft werden können. Mit den Firmen Pernod Ricard, Diageo und Campari sind einige der internationalen Big Player am Start, die Whisky-Marken wie Glenfiddich, Talisker oder Chivas Regal im Angebot haben.

Auch wichtige Importeure wie Alba und Schlumberger stellen ihr Portfolio vor. Alba Import liefert sogar einen echten Paukenschlag, wird doch die mit Spannung erwartete erste Abfüllung der neuen schottischen Destillerie Kingsbarns vorgestellt, die im Januar 2015 ihre Produktion aufnahm. Derzeit verkauft Kingsbarns an Interessierte Clubmitgliedschaften, mit denen sich bis 2022 rare Erstabfüllungen gesichert werden können. Bei einem Preis von 500 Pfund kein ganz günstiges Unterfangen, aber auf der Hanse Spirit kann ja jetzt getestet werden, ob die neue Destillerie hält, was sie verspricht.

Auch wenn die Expertendichte hoch sein wird, diese Messe richtet sich vor allem an genussorientierte Endverbraucher. „Die können hier eine extreme Vielfalt an Sorten und Abfüllungen genießen“, verspricht Chris Rickert, der während des ganzen Jahres im „Raum für flüssige Fortbildung“ am Fischmarkt Whisky-Seminare anbietet und auch regelmäßig für Firmen-Events gebucht wird.

Anfangsprobleme wie fehlende Verkostungsgläser gibt es inzwischen nicht mehr, für die aktuelle Auflage ist an beiden Enden der Halle sogar erstmals ein Glastausch-Service errichtet worden. Außerdem gibt es einen erweiterten Cateringbereich, denn natürlich muss bei all dem Hochprozentigen für eine ausreichende Grundlage gesorgt werden. In der Halle werden unter anderem Hot Dogs und Crêpes verkauft, im Außenbereich warten zudem Foodtrucks auf hungrige Gäste.

Die können gut gestärkt auch an einem umfangreichen Tasting-Programm teilnehmen, für das allerdings extra Tickets gekauft werden müssen. Im „Raum für flüssige Fortbildung“ aber vor allem auf der durch den Hafen schippernden MS „Kleine Freiheit“ gibt es moderierte Verkostungen zu berühmten Brennereien wie Highland Park, Tomatin, The Glenlivet und Port Charlotte. Zudem stellt der unabhängige deutsche Abfüller Anam na h-Alba sein Programm vor. Auch vermeintliche Exoten wie Mackmyra (Schweden) und Slyrs (Bayern) präsentieren sich.

Wie bei der Messe, so bleibt es bei den Verkostungen nicht beim Whisky allein. Zum Programm gehören etwa spezielle Angebote für die ebenfalls beständig steigende Zahl der Gin- und Rum-Liebhaber. Diesen Themen werden später im Jahr noch spezielle Messen gewidmet: Das 3. Gin Festival steigt am 7. und 8. Juni, ein Rum Festival soll Ende September erstmals stattfinden.

Hanse Spirit Do 31.1., 18 bis 22 Uhr, Fr 1.2., 14 bis 22 Uhr, Sa 2.2., 13 bis 21 Uhr,
Fischauktionshalle (Bus 111, 112), Große Elbstraße 9, Tageskarte: 15 Euro, Tastings: 20 bis 49 Euro