Film-Tipp

„Landrauschen“: Ein Heimatfilm besonderer Art

„Landrauschen“ und Rausch auf dem Lande...

„Landrauschen“ und Rausch auf dem Lande...

Foto: Arsenal Filmverleih

Bei dem für das junge deutschsprachige Kino so wichtigen Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken gewann „Landrauschen“ Ende Januar gleich drei Auszeichnungen: die mit 36.000 Euro dotierte für den besten Spielfilm, aber auch den Preis für das beste Drehbuch sowie den Preis der ökumenischen Jury.

In dem ohne öffentliche Filmförderung entstandenen 103-Minüter nimmt Regisseurin Lisa Miller die Zuschauer mit in den kleinen Ort Bubenhausen. Zwei junge Frauen treffen sich in eben diesem Kaff nach Jahren wieder: Während Rosa ihre Heimat nie verlassen hat, hat sich Toni einige Jahre lang in Berlin durchgeschlagen – mehr schlecht als recht. In Bubenhausen sehen sich die lebensfrohe Rosa und die recht frustrierte Ex-Hauptstädterin nun mit so manch relevanter Frage des Lebens konfrontiert.

„Zwei Frauen und ein Dorf in der Identitätskrise“, hat die Regisseurin die Handlung ihres Film zusammengefasst. Gedreht hat sie ihn großteils mit Laiendarstellern in ihrem Heimatdorf Weißenhorn (Landkreis Neu-Ulm), finanziert mithilfe von Crowdfunding im Internet. Entstanden ist ein sehenswerter Mix aus Drama, Komödie und Satire.

„Landrauschen“ Deutschland 2018, 103 Min., ab 12 Jahre, R: Lisa Miller, D: Kathi Wolf, Nadine Sauter, Heidi Walcher, täglich im Abaton; www.landrauschen-film.de