Konzert-Tipp

Knust Acoustics: Musik zwischen den Häusern und Stühlen

Die Wurzeln der Hamburger Band Abramovicz reichen ins Molotow, aber an diesem Mittwoch spielen die Fünf auf dem Lattenplatz vor dem Knust

Die Wurzeln der Hamburger Band Abramovicz reichen ins Molotow, aber an diesem Mittwoch spielen die Fünf auf dem Lattenplatz vor dem Knust

Foto: Nicole Friedel

Viele Höhen, noch keine Tiefen: Seit zwei Jahren zeigt die Kurve für die Jungs von Abramowicz nach oben. Seit Mai ist ihre Doppel-EP „Call the Judges & Generation“ veröffentlicht. Seitdem touren die fünf Jungs durch die Konzert- und Festivallandschaft. Heute Abend zeigen sie bei der Knust Acoustics Sommersession auf dem Lattenplatz, dass ihr Rock auch ohne E-Gitarre funktioniert.

Von dreien, die auszogen, um Musik zu machen: 2010 wurde Abramowicz aus der Wiege des Molotow, die Brüder Nils und Sören Warkentin sind dort feste Mitarbeiter, gehoben. Mit Bassist Niki bestand die Gruppe aus Bandneulingen. „Für uns war es ein netter Ausgleich nebenbei“, erzählt Sänger Sören. Sein Bruder Nils konnte bis dahin nicht einmal Schlagzeug spielen. 2014 packte die Drei der Ehrgeiz. Mit Pianist Finn und Gitarrist Sascha komplettierten sie ihre Band. Auf ihrer Doppel-EP haben sie ihren Sound gefunden: Energiegeladener Rock gepaart mit Gutem aus Indie und Pop. Die Würze liefert die rotzige Stimme von Sänger Sören.

Zu der Knust Acoustics bringen die Jungs ihre englischen Songs in einer Akustik-Version mit – „Nichts Ungewöhnliches für uns. Unserer Lieder entstehen schließlich nicht am Computer“, betont Nils.

„Es ist eine gute Band mit toller Energie“, outet sich Siebeth Sonne, Sommersession-Organisator, als Abramowicz-Fan. Für die Acoustics ist es bereits das sechste Jahr – und „es ist definitiv das Beste“, so Sonne. Das Konzept: Von Juni bis Ende August spielen drei Musiker oder Bands jeden Mittwoch ein halbstündiges Set auf dem Lattenplatz – und das kostenlos. Mittlerweile sei die Veranstaltung zu einem Mini-Festival geworden, so Sonne. „Bei schlechtem Wetter kommen so 300 bis 500, bei Sonne gerne mal 1000.“

Die Sommersession finden die Abramowicz-Jungs unterstützenswert: „Es ist super, dass jeder hinkommen kann, egal wie viel Geld er hat, und dass Nachwuchskünstler wie wir dort spielen können“, so Schlagzeuger Nils. Neben Abramowicz werden auch die niederländische Sängerin Qeaux Qeaux Joans und die Hamburger Absolem Max spielen. Pläne für eine Wintersession im Januar und die Sommersession 2017 stehen bereits.

Knust Acoustics Sommersession Mi 10.08., 18.00-20.00, Lattenplatz (U Feldstraße), Neuer Kamp 30, Eintritt frei, Hutspende willkommen; www.knusthamburg.de