Kino-Tipp

“Fantastic Four“: Wie sie wurden, was sie sind

Superhelden-Alarm: Die Fantastic Four sind wieder da

Superhelden-Alarm: Die Fantastic Four sind wieder da

Foto: Fox/Constantin / dpa

Wenn das so weitergeht, werden die Kinoabenteuer der „Fantastic Four“ überschaubar bleiben. Sie kommen einfach nicht über ihre Gründungs­geschichte hinaus. Es ist der vierte Film über das Quartett, und zum dritten Mal wird erzählt, wie sie wurden, was sie sind.

Reed Richards, Ben Grimm sowie die Geschwister Sue und Johnny Storm werden kosmischer Strahlung ausgesetzt und sind hinterher gummiartig dehnbar (Reed), nach Lust und Laune unsichtbar (Sue) oder eine menschliche Fackel (Johnny). Grimm hat es nicht so gut erwischt, weil er nur noch ein Haufen Steine ist, den alle nur „das Ding“ nennen, was seine schlechte Laune nachvollziehbar erklärt. Dummerweise sind die anderen auch nicht gut drauf.

Seit „Batman Begins“ ist man mit grüblerischen Superhelden ja vertraut, doch was vor zehn Jahren halbwegs originell war, wird langsam fad. Überall Figuren in Spandex-Anzügen, die unter der Last der Superkräfte leiden. Aber was soll daran schlecht sein, wenn man sich unsichtbar machen kann? Wenn man mühelos die Zimmerdecke streichen könnte, ohne die Leiter zu benutzen? Und als menschliche Fackel? Durchaus sexy, wenn man das Problem mit der feuerfesten Kleidung gelöst hat.

Tatsächlich braucht der Film eine halbe Ewigkeit, bis die vier überhaupt fantastisch werden. Wir lernen das naturwissenschaftliche Wunderkind Reed und den Schrottplatzerben Ben bereits als zehn Jahre alte Schuljungen kennen. Nach einem Zeitsprung wird Reed von seinem Förderer Dr. Franklin Storm entdeckt, der sie mit seinen Kindern bekannt macht, um an einem Teleportationsapparat zu basteln. Weil für solche Apparate naturgemäß noch keine Baupläne existieren, wird viel viel Zeit in Werkstätten verbracht. Da lernt man auch Victor von Doom kennen, der sich später in den schrecklichen Dr. Doom verwandeln wird.

Dass diese „Fantastic Four“ in Serie gehen werden, scheint unwahrscheinlich. Zwar ist die Fortsetzung bereits angekündigt, aber ob die vier hoffnungslos überqualifizierten Hauptdarsteller Miles Teller, Kate Mara, Michael B. Jordan und Jamie Bell große Lust verspüren, diese Katastrophe zu wiederholen, darf man bezweifeln.

Fantastic Four USA 2015, 106 Minuten, ab 12 Jahren, Regie: J. Trank, Darsteller: Miles Teller, täglich im Cinemaxx Dammtor/ Harburg/Wandsbek, Savoy (OF), UCI Mundsburg/ Othmarschen/Wandsbek