Konzert-Tipp

Gypsy-Swing in Planten un Blomen

Das Gypsy-Swing-Ensemble Danube’s Banks aus Hamburg

Das Gypsy-Swing-Ensemble Danube’s Banks aus Hamburg

Foto: Danubes Banks

„Thank You For Dancing“ heißt ein Album von Danube’s Banks. Die sechs Hamburger Musiker würden sich sicher glücklich schätzen, wenn es ihnen gelänge, das Publikum vor dem Musikpavillon in Planten un Blomen zum Tanzen zu bringen. Dort spielt die Klezmer- und Gypsy-Swing-Combo an diesem Sonntag auf. Fast jedes Wochenende gibt es in „Hamburgs grünen Herzen“ Konzerte für tausende von Besuchern, die jeden Tag durch den 47 Hektar großen Park flanieren. Der mitreißende Sound von Danube’s Banks wird sicher manchen Spaziergänger vor die Bühne mitten in Planten un Blomen locken. Vermutlich werden auch Fans des Sextetts den Sonntagnachmittag für einen Bummel unter freiem Himmel nutzen, denn die Combo mit den Bargteheider Wurzeln hat bereits eine Menge Fans in Hamburg. Wenn sie zum Beispiel in der Fabrik gastiert, kommen fast 1000 Zuschauer zu ihren Konzerten.

Angefangen haben die sechs Freunde als Straßenmusiker. Im Sommer tingelten sie durch die Fußgängerzonen in Deutschland und Südeuropa, stellten ihren Hut auf und spielten. Inzwischen werden sie von vielen Club-Besitzern gebucht und konnten das Tingeln aufgegeben. Danube’s Banks musiziert im Geiste des begnadeten Jazz-Gitarristen Django Reinhardt. Balkan-Jazz, jüdische Folklore und der Swing des berühmten belgischen Sinti-Gitarristen sind die Zutaten, aus denen Benjamin Dau (Sologitarre), Jan-Hendrik Erbe (Saxofon), Timo Zett (Rhythmusgitarre), Jonathan Wolters (Klarinette), Alexander Szustak (Bass) und Jonathan Wolters (Schlagzeug) ihren fröhlichen tanzbaren Sound zusammenmixen. Die Urzelle der Band liegt in einem Pfadfinderstamm in Bargteheide, bei dem Zett und Dau sich kennengelernt haben. Bei Fahrten und Treffen der Pfadfinder wurde viel musiziert. und auch die Jazz-Sammlung von Daus Vater brachte den Gitarre spielenden Sohn auf die derzeitige Spur: „Mein Vater hat mir mal einen Stoß mit CDs von Jazzgitarristen gegeben. Die habe ich durchgehört und bin bei Django Reinhardt hängen geblieben. Er war der Wildeste und Coolste.“

Zwei Alben hat Danube’s Banks bisher veröffentlicht und im Eigenvertrieb unter die Leute gebracht. „Thank You For Dancing“, im vergangenen Jahr erschienen, war sehr schnell vergriffen, aber die Band hat 1500 Exemplare nachpressen lassen. CDs werden sie in Planten un Blomen sicher auch verkaufen. Dann können neue Fans der Band zu Hause weiter tanzen.

Danube’s Banks So 9.8., 15.00, Musikpavillon Planten un Blomen (U Messehallen), Jungiusstraße 1, Eintritt frei; www.danubesbanks.de