Ausstellungs-Tipp

Neues, Altes und Modernes: Alles über Architektur

Ein Werk des brasilianischen Architekten Joao Filgueiras Lima  – Lelé: Das Krankenhaus Sahrah Kubitchek in Lago Norte

Ein Werk des brasilianischen Architekten Joao Filgueiras Lima – Lelé: Das Krankenhaus Sahrah Kubitchek in Lago Norte

Foto: Nelson Kon

Von Anfang Mai bis Ende Juli ist Hamburg Europas Hauptstadt der Architektur, denn nirgendwo sonst kann man in diesen drei Monaten mehr über Stadtentwicklung und Baugeschichte, Stilfragen und Stadtplanung, Denkmalpflege und Bautechnologie, Kunstgeschichte und Zukunftsvisionen erfahren. Dabei ist der Hamburger Architektur Sommer, der jetzt schon zum achten Mal stattfindet und inzwischen auch in mehreren europäischen Städten kopiert wird, kein Festival, das über ein großes Budget verfügt, sondern vor allem vom ehrenamtlichen Engagement und der Begeisterung der zahlreichen Beteiligten lebt.

Mehr als 150 Museen, Verbände, Vereine, Galerien, Architekturbüros, Fotografen, Künstler und Initiativen haben sich zusammengefunden und ein Programm erstellt, das mehr als 200 Veranstaltungen umfasst. Das sind Ausstellungen, aber auch Symposien, Diskussionsrunden, Workshops und Kunstaktionen. „Über die Verhältnisse“, heißt das wunderbar doppelbödige diesjährige Motto, das viel Raum für Interpretationen bietet. „Wir geben ganz bewusst keine übergreifenden Themen vor, denn dadurch wird eine besonders große Vielfalt an Betrachtungen zum Thema Baukultur möglich, die dann eben auch für einen besonders großen Kreis von Besuchern interessant und reizvoll sein kann“, meint Stephan Feige von der Initiative Hamburger Architektur Sommer.

Neben Veranstaltungen mit wissenschaftlichem Anspruch gibt es auch viele populärere Angebote und sogar ein eigenes Programm für Kinder und Jugendliche, zum Beispiel mit einer Architekturwerkstatt im Hamburg Museum, in der Kinder eigene Ideen über das Wohnen der Zukunft entwickeln können (10., 7. und 31. Mai, jeweils 14 bis 17 Uhr). Bereits geöffnet hat zum Beispiel die Ausstellung „A Culture of Materials and The Art of Production“ im AIT ArchitekturSalon (Bei den Mühren 70), die sich dem Schaffen es brasilianischen Architekten João da Gama Filgueiras Lima widmet (bis 11.6.). Das mehr als 150 Seiten starke Programmheft ist in zahlreichen Kulturinstitutionen oder auch im Foyer des Kunstvereins (Klosterwall 23) kostenlos erhältlich.