Musical-Tipp

„Honka – Frauenmörder von Altona“: Mordlüsterne Operette

Was ist Sarkasmus? Wohl auch, dass ein kleines Theater sich nicht scheut, sein Weihnachtsstück einem der bekanntesten Verbrecher Hamburgs zu widmen: „Honka – Frauenmörder von Altona“ heißt die mordlüsterne Operette von Eva Engelbach und Marcel Weinand, die im Bahrenfelder Lichthof Premiere hat. Im Mittelpunkt steht nicht der in den 1970er-Jahren als „Bestie von Altona“ durch die Medien geisternde vierfache Frauenmörder Fritz Honka, vielmehr sind es seine Opfer sowie Rolf Bossi. Während der Star-Anwalt aus Baden einschwebte, galten die Opfer des schieläugigen Nachtwärters Honka als „Treibgut der Gesellschaft”, verkehrten in Kneipen wie Zum Goldenen Handschuh oder Hong-Kong.

Komponistin Eva Engelbach und Regisseur Weinand versuchen, mit Presse- und Filmdokumenten, die Sensationslust und mediale Faszination zu zeigen, die Honka auf Hamburg und Touristen ausübt – bis heute.

„Honka – Frauenmörder von Altona“ 27.12., 20.15 Uhr, Lichthof, Mendelssohnstraße 15b, Karten zu 15, ermäßigt 10 Euro unter T. 85 50 08 40 oder an der Abendkasse