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Was macht der Seidenschwanz in Tremsbüttel?

Freut ihr euch schon auf das Vogelgezwitscher im Frühling?

Dann hört und schaut schon mal ganz genau hin. Vielleicht erkennt ihr ihn dann, den Seidenschwanz. Der Tremsbütteler Ornithologe Hans Wirth vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat eine Gruppe der seltenen Gäste in seinem Heimatort entdeckt. Seit fast zwei Wochen fliegen dort etwa 20 Vögel umher.

Der Seidenschwanz ist zwar eher unauffällig mit seiner rot-rostbraunen Farbe, aber gut zu hören. Um den Kontakt zur Gruppe zu halten, rufen die Tiere häufig. Der Gesang, ein kurzer hoher Triller, hört sich ein bisschen so an, als wäre ein Schlüsselbund heruntergefallen. Ein besonderes Kennzeichen ist die Federhaube auf dem Kopf. Sie verläuft spitz nach hinten, und die Vögel können sie aufrichten. Das Federkleid schimmert bunt.

Der Seidenschwanz hat seine Brutgebiete auf der Nordhalbkugel, in Zentral- und Ostsibirien kommt er häufig vor. Je nachdem, wie kalt der Winter ist, ziehen die Vögel mehr oder minder weit nach Süden. So machen sie immer wieder auch in Schleswig-Holstein Station.

Im Winter sind Seidenschwänze weitestgehend Vegetarier, essen vor allem Beeren, Äpfel und Birnen. In Tremsbüttel tummeln sie sich in einem nicht abgeernteten Apfelbaum und genießen die dunkelblauen Früchte einer Ligusterhecke.