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Römer erfanden den September

Wisst ihr, welches Datum wir heute haben? Den 18. September oder 18.9. Das heißt, der September ist der neunte Monat im Jahr.

Dabei bedeutet „septem“, das lateinische Wort, von dem sich der Name September ableitet, auf Deutsch sieben und nicht neun. So steht zum Beispiel das Wort „okto“ von Oktober für acht und „decem“ von Dezember für zehn. Aber wieso? Ganz einfach: Die alten Römer, von denen diese Monatsnamen übernommen wurden, hatten einen anderen Kalender als den, den wir heute kennen. Dieser hatte zwar auch zwölf Monate, aber das Jahr begann nicht mit dem Januar, sondern erst im März. Deshalb war der September nicht der neunte, sondern der siebte Monat im Jahr.

Den Kalender der Römer nennt man den julianischen Kalender, weil es der römische Herrscher Julius Caesar war, der ihn einführte. Nach ihm ist übrigens auch der Monat Juli benannt, in dem er Geburtstag hatte. Auch sein Todestag ist bekannt: Er starb an den „Iden“ des März im Jahr 44 vor Christus. Und was sind die „Iden“? Sie sind noch eine Besonderheit im römischen Kalender. Die Tage in einem Monat wurden nicht gezählt wie heutzutage, sondern nur mithilfe von drei Daten umschrieben: Der erste Tag des Monats wurde „Kalendae“ genannt, der 27. April hieß dann beispielsweise vier Tage vor den Kalendae des Mai. Die Mitte des Monats nannten die Römer „Iden“. Julius Caesar starb daher an einem 15. März. Außerdem gab es die „Nonae“, die den neunten Tag vor den „Iden“ angaben. Kompliziert, oder?