Kindernachrichten

Hilfe kam früher oft zu spät

Die 112 ist eine sehr wichtige Telefonnummer. Wie ihr wisst, muss man sie wählen, wenn es einen Notfall gibt.

So erreicht man die nächste Rettungsstelle, die hilft, wenn man die Polizei, einen Krankenwagen oder die Feuerwehr braucht. Neben dieser gibt es die Telefonnummer 110, unter der man die Polizei direkt erreichen kann. Heutzutage funktioniert dieses Prinzip richtig gut. Man kann mit jedem Telefon oder über die orangefarbigen Notrufsäulen Hilfe rufen. Doch wie kam es eigentlich zu der Idee, solche Notfallnummern zu benutzen?

In Deutschland steckt dahinter eine traurige Geschichte. Vor 45 Jahren ist der achtjährige Björn aus Baden-Württemberg bei einem Verkehrsunfall gestorben, weil es zu lange gedauert hat, bis Hilfskräfte am Unfallort eingetroffen waren. Das war leider völlig normal zu dieser Zeit. Um etwas daran zu ändern, gründeten seine Eltern die Björn-Steiger-Stiftung, um die Rettungskette und das Eintreffen der Rettungskräfte nach Unfällen zu beschleunigen.

Vier Jahre später wurde das Konzept „Notruf 73“ erstellt und einheitliche Notrufnummern wurden eingeführt. Das Besondere daran war, dass die Anrufe kostenlos und rund um die Uhr Helfer erreichbar waren. Schon bald konnte man in ganz Deutschland schnellstmöglich die nötigen Rettungskräfte rufen und so vielen Menschen das Leben retten.