Bauernregeln

Der Siebenschläfer entscheidet über das Wetter – oder etwa nicht?

Habt ihr es gemerkt? Gestern war der Siebenschläfertag.

Siebenschläfer sind diese niedlichen, kleinen Tiere, die ein bisschen aussehen wie eine Mischung aus Maus und Ratte. Nur: Der Siebenschläfertag hat mit diesen Tieren überhaupt nichts zu tun! Aber womit dann? Den Namen hat der Tag von einer Legende aus dem Jahr 251. Damals gab es noch das römische Reich und es regierte Kaiser Decius, der die im Reich lebenden Christen verfolgte. Sieben dieser Christen versteckten sich in einer Höhle. Tragischerweise wurden sie entdeckt und lebendig eingemauert. Doch der Sage nach starben sie nicht, sondern fielen in einen tiefen Schlaf. Fast 200 Jahre später, nämlich am 27. Juni 446, erwachten sie wieder.

Der Siebenschläfertag soll ein entscheidendes Datum sein, wenn es um das Wetter geht. „Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnet's ganze sieben Wochen" ist eine von vielen Bauernregeln, die sagen: Wenn das Wetter am 27. Juni schlecht ist, so bleibt es für die nächsten Wochen schlecht. Erst später entdeckte man, dass im Jahr 251 ein anderer Kalender galt. Mit dem heutigen Kalender wäre der Siebenschläfertag erst am 7. Juli. Hoffentlich regnet es dann nicht.