Kindernachrichten

Madagaskar war mal eine Kolonie

Zebra Marty, Löwe Alex, Giraffe Melman, Nilpferd Gloria: Vielleicht kommen euch diese Wesen bekannt vor.

Das sind die vier Zootiere, die im Film „Madagascar“ durch Zufall auf Madagaskar landen. Das Land ist der zweitgrößte Inselstaat der Welt. Die Insel liegt südöstlich vom Kontinent Afrika im Indischen Ozean. Vor 54 Jahren ist das Land unabhängig geworden. Was ist damals passiert?

Madagaskar war seit 1896 eine französische Kolonie. Kolonien gab es in dieser Zeit viele. Denn die europäischen Länder waren damals sehr mächtig und teilten sich einfach den Kontinent Afrika untereinander auf. Die von ihnen besetzten Gebiete nennt man Kolonien. Die europäischen Länder unterdrückten die Bewohner der Gebiete. Teilweise vertrieben oder töteten sie die Menschen sogar.

Frankreich und Großbritannien besaßen die meisten Regionen. Aber auch Deutschland hatte Kolonien. Madagaskar war also eine französische Kolonie. Die Madagassen wollten aber unabhängig sein und selbst bestimmen, wer sie regiert. Sie protestierten mit Aufständen. Aber die Franzosen setzten sich mit Gewalt durch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war dann die Zeit der Aufständischen gekommen: Frankreich war vom Krieg geschwächt. In den Kolonien kam es zu immer mehr Protesten. Schließlich mussten sich Frankreich und die anderen Europäer aus den Kolonien zurückziehen. Auf Madagaskar geschah das am 25. Juli 1960.