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Alles in Butter – was bedeutet das eigentlich?

Bestimmt hast du schon einmal die Redewendung „Es ist alles in Butter“ gehört.

Damit wollte dir jemand sagen, dass alles in Ordnung ist, dass es keine Probleme gibt. Doch was hat die Butter damit zu tun? Wie viele unserer Redewendungen hat auch diese ihren Ursprung im Mittelalter.

Im 13. Jahrhundert war Venedig bekannt für seine wertvollen Glasprodukte. Doch wenn jemand aus unserer Gegend zum Beispiel eine venezianische Vase haben wollte, musste die in Pferdekutschen über holprige Straßen und sogar über die Alpen transportiert werden. Das war ein ziemlich gefährliches Unterfangen. Klar, dass Tücher, in die man die Gläser wickelte, nicht immer ausreichten, sodass ganz viel kaputtging. Irgendwann hatte wohl ein Händler die geniale Idee, die Glaswaren in große Fässer zu stapeln und die Fässer dann mit flüssiger Butter zu füllen. Die Butter wurde dann fest. Die erhärtete Butter bildete einen perfekten Schutz für das zerbrechliche Material – besser als heutzutage Styroporschnipsel oder Noppenfolie.

Angeblich blieben Gläser sogar heil, wenn sie vom Wagen auf Steine prallten. Wenn aber „alles in Butter“ war, war trotzdem alles in Ordnung.

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